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Serpent

Inv.-Nr.:
Instrument:
Zeitstellung:
Beschreibung:

0004
Serpent
um 1800
3 Teile- Mundstück, Mundrohr, Korpus,
6 Grifflöcher, Elfenbeinringe, 3 Messingklappen in aufgeschraubtem Bocklager,
Korpus- Holz mit Leder umwickelt, S-Form mit Messingstützen gesichert, Schallöffnug und Mundrohröffnug
mit Messingkranz gesichert.

Der Serpent ist ein entfernter Vorläufer der Tuba und gehört zur Familie der Zinken. Er wurde im 17. Jahrhundert entwickelt. Er ist ein konisches Instrument aus Holz mit Grifflöchern und Kesselmundstück aus Elfenbein, Horn später Metall. Aufgestellt an den Seiten des Chores in französischen und englischen Kirchen unterstützte er den Chor im Vollgesang und verstärkte insbesondere die Männerstimmen (Harmonieinstrument).

Im Jahre 1825 war an der Mailänder Scala ein Serpentone besetzt, im Italien des 19. Jahrhunderts keine Seltenheit. Die Uraufführung von Händels „Feuerwerksmusik“ (1749), von Mendelssohns Oratorium „Paulus“ (1836) und Wagners „Rienzi“ (1842) erfolgte mit Serpent. Der Serpent war ca. 250 Jahre in Gebrauch.

Im Symphonieorchester kam der Serpent sehr selten vor, wurde aber bei Oratorienfestivals sehr häufig besetzt.


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