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Sonderausstellung des Daetz-Centrums Lichtenstein

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Von Eckhard Sommer
Markneukirchen. Eine Sonderausstellung des Daetz-Centrums Lichtenstein ist derzeit im Gerber-Hans-Haus zu sehen. Unter dem Titel „Virtuos – Holz und Musik im spannungsvollen Wechselspiel“ werden Arbeiten von einem Dutzend Maler und Bildhauer gezeigt, zumeist ansässig in Sachsen. Sie und andere beteiligten sich Ende des vergangenen Jahres an einer Ausschreibung des Daetz-Centrums. Zur Auswahljury gehörten auch Hanna Jordan und Günther Schreiner aus Markneukirchen.
Es ist die vierte Ausstellung im Gerber-Hans-Haus, seit es im Jahre 2006 nach umfangreicher Sanierung wieder zur Nutzung übergeben wurde. Wenn Museumsleiterin Heidrun Eichler zur Eröffnung sagte, dass die Ausstellung ein Grund mehr sei, die Einrichtung wieder einmal zu besuchen, auch wenn man meint, schon alles darin zu kennen, dann ist ihr nicht zu widersprechen. Zum einen sind es die Kunstwerke selbst, die ein Kommen lohnen. Vor allem aber ist es ihr unaufdringliches Wechselspiel mit dem räumlichen Umfeld. Was gibt es Idealeres, als Kunst in Holz zum Thema Musik in einem Musikinstrumentenmuseum zu zeigen und ihr wie ihm so eine – wenngleich auf diese Weise auch zeitlich begrenzte – besondere Note zu verleihen?
Das Material Holz wird lebendig und dank der Skulpuren in Holz bekommt Musik eine Form, wie es etwa Kerstin Vicent aus Berlin in ihrem Werk „Singendes Holz“ zum Ausdruck bringt.
Auf wunderbare Weise bewirkt die Ausstellung innere Bewegung: von Gefühlen, Gedanken, von Menschen letztendlich. So zum Beispiel beim Wandrelief „Die Beatles“ von Tobias Michael aus Lauter, bei „Kammerton A oder Leichte Verstimmung“ von Friedhelm Schelter aus Königswalde, bei „Damentrio“ von Peter Zaumseil aus Elsterberg oder auch „Sinfonie mit Bernstein“ von Ralph Hübschmann aus Hohenölsen. Die Schwingungen, die von den Skulpturen und Bildern ausgehen, sind greifbar, spürbar, sogar hörbar. Insofern macht der museumsintern gewählte Titel der Ausstellung „Musik liegt in der Luft“ zusätzlichen Sinn. Gedacht war, wie Heidrun Eichler sagte, auch an „Vergeigt“, was zwar humoristisch, aber vielleicht doch ein wenig zu frech gewesen wäre.

Service
Geöffnet hat die Sonderausstellung bis zum 4. Oktober von Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr.

   
 

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