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Forum des Musikinstrumentenmuseums Markneukirchen
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BeitragVerfasst: Mo 11. Jun 2012, 13:13 
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Registriert: Fr 30. Dez 2011, 21:22
Beiträge: 3
Bitte um Hilfe:
Wir könnten für unsere Tochter ein Schüler-Cello mit der Inschrift "Josef Sander, Eger i. Böhmen 2004" kaufen.
Hat jemand schon von diesem Hersteller gehört? Und müsste dann der Zettel nicht in tschechisch sein?
Das kommt mir jetzt schon ein wenig suspekt vor.


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BeitragVerfasst: Mo 11. Jun 2012, 17:45 
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Geigenbaumeister

Registriert: Do 02. Feb 2006, 11:16
Beiträge: 486
Wohnort: Markneukirchen
Hallo Celloleo,

mir ist ebenfalls kein Geigenbauer Josef Sandner in Eger bekannt, der jetzt arbeitet, wohl aber böhmische Geigenbauer dieses Namens in der Vergangenheit. Da gab es gleich mehrere davon in Schönbach und auch in Eger. Der Familienname war in der Ecke eh verbreitet wie Sandner am Meer. ;-)

Was ich mir vorstellen könnte wäre ein Instrument aus der Geigenbauschule Eger. Vielleicht hat man aus "verkaufstaktischen" Gründen die deutsche Sprache gewählt. Ist aber reine Spekulation.

Was ich aber immer sage ist: Wenn das Cello funktioniert und auch noch klingt, warum ist dann der Name so wichtig? Und wenn die Kiste nicht vernüftig zu handhaben ist und nicht klingt, dann hilft es doch auch nicht, wenn ein ganz bekannter Name drin steht. Oder?

Mit freundlichen Grüßen

Udo


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BeitragVerfasst: Di 12. Jun 2012, 10:15 
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Museumsmitarbeiter

Registriert: Do 22. Dez 2005, 13:58
Beiträge: 1247
Wohnort: Markneukirchen
Lieber Celloleo,

ich werde die Frage an unsere Ziel 3-Partner weitergeben. Das ist nämlich die Geigenbauschule in Eger.
Mal sehen, was sie dazu sagen.

Viele Grüße
Heidrun

P.S. an Udo: Adoptierte Kinder wollen auch wissen, wer die leiblichen Eltern sind (deshalb Problem Babyklappe) und ein Instrumentenbesitzer will wissen, woher sein Instrument ist. Der Vergleich ist vielleicht etwas absurd, trifft aber immer öfter zu. :angel:


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BeitragVerfasst: Do 14. Jun 2012, 12:38 
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Registriert: Fr 30. Dez 2011, 21:22
Beiträge: 3
Vielen Dank für die bisherigen Antworten.

Also ich habe ja absolut kein Problem damit, ein Cello ohne Zettel und Herkunftsnachweise für meine Tochter zu kaufen. Hauptsache es gefällt ihr und sie übt schön weiter. In dem Preissegment, wo wir uns bewegen, ist das ja meist der Fall. Zumindest hatten die preiswerteren Celli, die wir bisher bei Geigenbauern angeguckt haben, meist keine Zettel.

Wenn aber ein Zettel doch drin ist, gehe ich dem halt gerne auf den Grund. Vermutlich ist das schon irgendeine Fälschung und wir lassen das mit dem Privatkauf doch lieber bleiben. Die Geigenbau-Firma Skala aus Eger in Böhmen hat mir dankenswerterweise auch schon zurückgemailt, dass der Firmengründer Josef Sandner bereits in den fünfziger Jahres des letzten Jahrhunderts verstarb. Der Name wird dort auch für die handgearbeiteten Instrumente nicht verwendet.


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