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Forum des Musikinstrumentenmuseums Markneukirchen
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BeitragVerfasst: Di 16. Mai 2017, 12:14 
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Guten Tag,
eine Kollegin gab mir eine alte Hozquerflöte ihres verstorbenen Vaters zur Ansicht. Die Flöte war in einem schlechten Zustand, mein Flötenbauer restaurierte sie und zum Vorschein kam ein klanglich ganz schönes Instrument, sodass ich jetzt neugierig geworden bin auf die Herkunft dieses Instrumentes.
Sie hat die Seriennummer 2764. wie gesagt: Holz (auch Kopfstück), zylindrisch, Böhm Mechanik, hoch g-a Triller. Signatur F.Arthur Uebel Markneukirchen.
Natürlich interessiert mich an erster Stelle das Baujahr.
Bei der Firma Uebel sagte man mir, dass über die Flöten nicht Buch geführt wurde.
Aber vielleicht kennt hier jemand eine Flöte mit ähnlichen Nummer, dann hätte man schonmal einen Anhaltspunkt.
Vielen Dank schonmal


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BeitragVerfasst: Di 16. Mai 2017, 16:51 
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da bin ich auch gespannt, was es an beiträgen gibt.

F.A.U. hat m.w.nur klarinetten gebaut und da sehr gute!!


ich schätze es als stencil ein, doch wer hat sie gebaut?

bilder wäre von vorteil aus ALLEN bereichen.


gruss


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BeitragVerfasst: Fr 19. Mai 2017, 8:38 
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BeitragVerfasst: Sa 20. Mai 2017, 12:53 
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Registriert: Di 02. Okt 2007, 11:17
Beiträge: 1184
Wohnort: 69xxx bei heidelberg
bitte nicht böse sein = das sind klitzkleine bilder, da kann man sehr wenig erkennen.

wenn du möchtest, - detailbilder, stück um stück, quasi wie ein reißverschluss...


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BeitragVerfasst: Mi 24. Mai 2017, 20:10 
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Hallo intune und alle anderen,

das Thema FAU und Boehmflöten hatten wir schon einmal. Aber nicht hier im Forum, sondern 2012 auf anderen Kanälen.

Natürlich hat er bzw. seine Werkstatt Boehmflöten gebaut. Ich habe ja selbst eine und ein Piccolo dazu. In meinen Beiträgen über (zuerst 1993/94 im Rohrblatt) habe ich das immer mit angebracht, wenn auch nur am Rande, denn die Klarinette stand und steht bei FAU im Mittelpunkt. Man hat mir dann später noch mitgeteilt, dass es nach dem Krieg nur noch einen Boehmflötenmacher bei FAU gab, der dann zu Hammig gegangen ist. Ob die Boehmflöte wirklich bis zu Uebels Tod im Sortiment blieb, ist also nicht ganz klar, aber man hat ihr neben der Klarinette einige Zeit eine kleine Nische erhalten.

Unklar ist allerdings eine 2000er Seriennummer. Meine Instrumente sind nicht signiert, aber ich habe mir mal eine Nr. 15.591 aufgeschrieben, die ganz gut in die bekannten Zahlen der Klarinetten passen.

Für FAU war übrigens auch Bruno Schreiber tätig, der jüngere Bruder des berühmten Carl August Schreiber jun., der selbst nie unter eigenem Namen gebaut hat.

Viele Grüße
E. Weller


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BeitragVerfasst: Do 25. Mai 2017, 8:08 
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Registriert: Di 02. Okt 2007, 11:17
Beiträge: 1184
Wohnort: 69xxx bei heidelberg
danke Enrico,


wieder etwas gelernt, warum ist dieser sachverhalt nicht in der üblichen fachliteratur vermerkt?
wie dem auch sei, nicht nur mein horizont dürfte jetzt erweitert sein; und ich muss mal wieder sagen: an der quelle saß der knabe..

gab es vor der FAU generation auch IN der Uebel-familie schon die flötenfertigung?


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BeitragVerfasst: Do 25. Mai 2017, 15:30 
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Mitglied des Museumsvereins

Registriert: Do 26. Jan 2006, 20:44
Beiträge: 404
Wohnort: Markneukirchen
Hallo Intune,

eigentlich ist das ganz einfach. Die Personen oder Werkstätten, die wir heute als wichtige Klarinettenbauer kennen, waren von Grund auf Holzblasinstrumentenmacher. Und bis auf wenige Ausnahmen haben diese Firmen auch fast das gesamte Sortiment gefertigt. Oehler und Uebel nicht nur Klarinetten, Heckel nicht nur Fagotte etc. Im Laufe der Zeit setzte eine Spezialisierung ein, der erste war vielleicht Boehm in München.

Spezialisierung bedeutete aber auch, dass man bei einem Instrument richtig vorn dabei war (wieder Oehler und Uebel), aber alles andere (Ausnahme Fagott) auch noch mit im Sortiment hatte, zumindest einfache Flötenmodelle, deutsche Oboenmodelle … Ich denke, dieser „Tatbestand“ wird meist stillschweigend vorausgesetzt, wenn z. B. im NLI nur WWI und später „specialist in clarinet“ steht.

Bei Uebel ist das eine klare Sache. F. G. Uebel, die Vorgängerfirma in Wohlhausen, hatte die ganze Palette an Holzblasinstrumenten, wie auch FAU noch 1936. Das zeigen auch der erhaltenen Kataloge.

Vgl. zu F. G. Uebel den MGG-Eintrag: „Zunächst für vogtländische Verleger arbeitend, stand er bereits ab 1888 in Verbindung mit Oskar Oehler, für den er die Klappenansetzarbeiten bzw. die Herstellung von halbfertigen Klarinetten übernahm. Daneben hatte er ein umfangreiches eigenes Sortiment an Holzblasinstrumenten. …“ Und auch im neuen Grove Dictionary of Musical Instruments: „At first he supplied Markneukirchen trading houses, but later he offered a wide range of woodwind instruments under his own name.“ (genaue Quellenangabe bei Bedarf).

In meinem Rohblatt-Beitrag 1993/94 steht dann auch kurz etwas zur Flöte. Ich hatte sogar mal ein Foto, wo Flöten im Hintergrund der FAU-Werkstatt zu sehen sind – Suche gerade abgebrochen, das war noch im vordigitalen Zeitalter.

Viele Grüße
Enrico


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BeitragVerfasst: Do 25. Mai 2017, 16:15 
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Registriert: Di 02. Okt 2007, 11:17
Beiträge: 1184
Wohnort: 69xxx bei heidelberg
danke für die zeit und ie antwort Enrico!

erstaunlich bleibt, dass es von "Ü" kaum, eigentlich nichts übr deren "vorleben" zu lesen gibt.

ich freue mich in der sammlung einige "Ü"s zu haben auch VOR der FAU-fertigungsstrecke.

es bleibt für mich nur eine erkenntniss übrig, wir, die sammler müssen mehr zusammenrücken und nicht versuchen als eremiten das überleben zu meistern.


Du und dein Bruder gehen da vorbildlich voran = dafür ein dankeschön.


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