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 Betreff des Beitrags: Wo kommt mein Sax her?
BeitragVerfasst: Fr 11. Mai 2018, 22:31 
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Hallo zusammen,

ich versuche schon seit länger Zeit herauszufinden welcher Hersteller mein Tenor-Saxophone gebaut hat.
Mein Sax-Doc meinte, das dieses aus dem Raum Markneukirchen und nach der Mechanik und den Anzahl der Klappen aus den 30er oder 40er Jahren stammen könnte. Vielleicht kann einer von Ihnen das Sax zuordnen.

Das Sax hat am Hals oben einen kleinen kreisförmigen Stempel mit einer Null oder einem O sowie daneben in einem kleinem Oval die Zahl 49.
Am unterem Halsbund steht in Großbuchstaben AS und mit Abstand die Seriennummer 24084.
Auf dem Trichter ist das Wort "Standard" in der Mitte einer Lille eingraviert. Ansonsten ist das Sax silbern.

Ich bedanke mich schon mal im Voraus.
MfG Sven


Dateianhänge:
Dateikommentar: Trichter Gravur Standard
Trichter.JPG
Trichter.JPG [ 58.04 KiB | 1175-mal betrachtet ]
Dateikommentar: Tisch
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 Betreff des Beitrags: Re: Wo kommt mein Sax her?
BeitragVerfasst: Sa 12. Mai 2018, 8:03 
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Registriert: Di 02. Okt 2007, 11:17
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Wohnort: 69xxx bei heidelberg
der Name ist bisher unter Conn und Martin in Erscheinung getreten.

Die Bilder sind nunmal sehr klein und teilweise Unscharf, auch die Stempelung an der S-Bogen-Aufnahme (Herz) könnte von der Stempeltypisierung hilfreich sein.

Derzeit nicht passend ist die 5 stellige Seriennummer zu obiger Aussage. Auch hier käme man über die Stilisierung des Stempels ggf. weiter.

Lilie deutet auf Frankreich hin, dafür spricht aber die Becheranbindung nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wo kommt mein Sax her?
BeitragVerfasst: Sa 12. Mai 2018, 18:03 
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Registriert: Mi 09. Mai 2018, 23:00
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Hallo Intune,

vielen Dank für deine Informationen. Das mit den Bilder hat nicht so gut funktioniert ...
Bedingt durch die Begrenzung habe ich die Bilder bei Flicker hochgeladen:
https://www.flickr.com/photos/126100393 ... 4999663151

Gruß Sven


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 Betreff des Beitrags: Re: Wo kommt mein Sax her?
BeitragVerfasst: So 13. Mai 2018, 2:05 
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wie gefällt dir das?

http://www.fxhuller.com/duits/sens.php? ... ing&toon=2


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 Betreff des Beitrags: Re: Wo kommt mein Sax her?
BeitragVerfasst: So 13. Mai 2018, 6:37 
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Registriert: Mi 09. Mai 2018, 23:00
Beiträge: 7
Hallo intune,

ich glaub's nicht und muss staunen :shok:
Ich weiß nicht wie ich meinen Dank ausdrücken kann nach Jahren des Suchens.

Tausend Dank an Dich und Verneigung.

Gruß Sven


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 Betreff des Beitrags: Re: Wo kommt mein Sax her?
BeitragVerfasst: So 13. Mai 2018, 8:34 
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100% gebe ich nicht, man müsste es noch in der hand haben.

ebenfalls:
definitive bedeutung der "kleinen" stempel ist unklar (leider).


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 Betreff des Beitrags: Re: Wo kommt mein Sax her?
BeitragVerfasst: So 13. Mai 2018, 22:08 
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Intune hat's erkannt!

Es ist aller Voraussicht nach ein F.X. Hüller Stencil - Modell Professional, 2nd Period; also die preiswerteste Variante. Auch die Stempelung Q 49 oder ähnlich ist typisch F.X. Hüller. Ich würde aber noch gerne Bilder von den folgenden baulichen Gegebenheiten sehen:
a) Form der Verstärkung für die Trichterstütze am Trichter
b) Form vom Knieschutz im unteren Bogen
c) Form der Palm-Keys der rechten Hand
d) Was steht an der Feststellschraube eingraviert? 4A oder was genau?

Hab Daten von einem Professional Tenor mit SN 236XX - 2nd Period. Und das wiegt etwas weniger als 3,1kg ohne Mundstück - trotz Stimmschraube am S-Bogen !!! Ein leichteres Tenor hatte ich noch nicht in den Händen. Miss bitte mal das Gewicht von Deinem Tenor ohne Mundstück, falls möglich. Hatte auch mal ein Professional Alto OHNE Stimmschraube in den Händen, ist also auch passend!

Dein Tenor befindet sich in der Übergangsphase von 2nd zu 3rd Period, müsste aber noch 2nd Period sein.

Grüße, Tobi.

PS: wäre schön, wenn ich bei Flickr die Fotos downloaden könnte. Kannst Du das bitte erlauben? Geht zur Zeit leider nicht....


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 Betreff des Beitrags: Re: Wo kommt mein Sax her?
BeitragVerfasst: Do 17. Mai 2018, 18:49 
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Hallo tobi,

schon mal Dank für deine Unterstützung.

Bilder etc. stelle ich am Wochenende ein. Download geht dann auch klar.

Zur den Stempeln:
Unter der Feststellschraube steht 4A
Hinter dem Oktavgestänge in der Höhe von der Seriennummer steht As
Der kleine Stemple ist ein O in einem Kreis. Ein Q kann ich nicht draus erkennen.

Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Wo kommt mein Sax her?
BeitragVerfasst: So 20. Mai 2018, 6:29 
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Registriert: Mi 09. Mai 2018, 23:00
Beiträge: 7
Hallo tobi

anbei weitere Bilder unter dem gleichen Link:
https://www.flickr.com/photos/126100393 ... 017239102/
Der Download sollte nun auch gehen.

Das Sax selbst ist 2,8 Kg schwere bzw. leicht (nur Sax und S-Bogen).

Gruß Sven


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 Betreff des Beitrags: Re: Wo kommt mein Sax her?
BeitragVerfasst: So 20. Mai 2018, 17:36 
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sorry


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 Betreff des Beitrags: Re: Wo kommt mein Sax her?
BeitragVerfasst: Mo 21. Mai 2018, 0:54 
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Registriert: Mo 02. Feb 2015, 17:07
Beiträge: 183
Hallo Sven,
leider sind einige der Elemente, die F.X. Hüller Saxophone ausmachen, nicht in den Details wiederzufinden.
Also folgende Vermutung: Die 3. Periode startete bei FX Hüller bereits um Seriennummer 23900 herum.
Vielleicht hatte FX Hüller bei der Umstellung von Periode 2 auf 3 noch diverse Einzelteile, die "verbraucht" werden mussten.
Daher hat FX Hüller möglicherweise ein paar Stencils mit "alten" FX Hüller Einzelteilen ausgestattet.
Ein paar Dinge, wie z.B. Trichterverstärkung, Stützenform und Knieschutz wurden nicht mit den klassischen F.X. Hüller Teilen bestückt! Wie auch immer, ich glaube immer noch, dass es sich hier um ein Original-F.X. Hüller Saxophon handelt (genauer ein F.X. Hüller Stencil).

Nur die 2,8kg Gesamtgewicht ohne Mundstück kann ich nicht nachvollziehen. Das wäre wirklich extrem leicht! Ggf. mal ein Stück Butter zur Verifikation der Waage messen...

Viele Grüße,
Tobi.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wo kommt mein Sax her?
BeitragVerfasst: Mo 21. Mai 2018, 11:12 
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Registriert: Mi 09. Mai 2018, 23:00
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Hallo Tobi,

auch wenn "Reste" verbaut wurden, es spielt sich einfach nur Super (bis auf das D', da knabber ich immer noch dran) und ich würde es nicht eintauschen wollen.

Ja die 2,8 Kg ... ich hatte meine Waage nicht mit Butter geeicht :sad: und der Eichstempel der Gemüsewaage war nur bis 1981 gültig. Ich werde den Vorgang mit einer anderen Waage wiederholen und dir berichten.
Ggf. wurde eine besondere Leichtbauweise aus Materialmangel gewählt und das Blech zwei bis drei Runden mehr durch die Walze gedreht. 1939/1940 war ja schon Knappheit angesagt. Wer weiß es schon.

Vielen Dank
Gruß Sven


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 Betreff des Beitrags: Re: Wo kommt mein Sax her?
BeitragVerfasst: Mo 21. Mai 2018, 15:33 
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Registriert: Mo 02. Feb 2015, 17:07
Beiträge: 183
Hallo Sven,
hat Dein S-Bogen auch die Gravur 4A?
Wenn ja, ist es auf jeden Fall der Original-Bogen.
Ja, ohne Stimmschraube müsste das Sax natürlich leichter als 3,1kg sein. Leicht heißt nicht schlecht - das Material kann dann ganz anders schwingen!
Das matte D' ist bei vielen (aber nicht allen) F.X. Hüller Saxophonen ein Thema.
Metallresos mindern eigentlich die Problematik, aber die hast Du ja scheinbar schon verbaut.

Viel Spaß mit dem tollen Instrument!
Tobi.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wo kommt mein Sax her?
BeitragVerfasst: Mo 21. Mai 2018, 16:47 
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Registriert: Di 02. Okt 2007, 11:17
Beiträge: 1316
Wohnort: 69xxx bei heidelberg
...Das matte D' ist bei vielen (aber nicht allen) F.X. Hüller Saxophonen ein Thema. ...


das matte D ist bei 90% der saxe ein thema und führte ja auch zu der verbesserung von GH. H. mit der klappe in der klappe. Patent dazu besteht ja.

Stencil, Stencil her, warum sollte er es schlechter bauen.

paralell dazu gibt es diese entwicklung in den USA - wer hats erfunden? meiner meinung nach in deutschland!



Rosenmontagsmeinung. am Pfingstmontag ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wo kommt mein Sax her?
BeitragVerfasst: Fr 25. Mai 2018, 22:49 
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Registriert: Mo 02. Feb 2015, 17:07
Beiträge: 183
Klappe in der Klappe = Oskar Adler / ...
zusätzliche Resonanzklappe = G.H. Hüller / Holton bzw. Wiedhoeft / Leblanc ...

Ein lehrreicher Artikel zum Thema "mattes D" von Matt Stohrer:

https://www.bestsaxophonewebsiteever.co ... -about-it/

Viel Spaß beim Studieren und gute Erkenntnisse!

Beste Grüße,
Tobi.


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