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Forum des Musikinstrumentenmuseums Markneukirchen
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 Betreff des Beitrags: Weltklang tenor mit Knopf am S-Bogen
BeitragVerfasst: Sa 27. Jun 2009, 11:04 
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Registriert: Sa 27. Jun 2009, 10:48
Beiträge: 15
Hallo,

ein Schüler von mir spielt ein Weltklang-Tenor, die Seriennummer muß ich noch nachliefern, irgendwas 10.000 bis 12.000. Es hat oben am S-Bogen in der Nähe des Mundstückskorks ein kleines Loch mit einer aufgelöteten Gewindebuchse auf der ein schwarzer Kunststoffknopf aufgeschraubt ist, der das Loch verschließt.
Das Saxophon intoniert etwa ab dem C#''' bis zum F''' deutlich zu tief, das Sax ist da oben definitiv unspielbar. Mit meinem S-Bogen (Weltklang, Sn: 3221), der ganz leidlich draufpasst, intoniert das Sax hervorragend, wie alle anderen Weltklangs auch. Der Knopf-S-Bogen hat am Kork eine um ein paar 10tel kleinere Bohrung als mein eigener.
Kennt jemand das Problem mit diesen S-Bögen oder ist das ein Einzelfall? Abhilfe? Gibts irgendwo ein Weltklang-Ersatzteil-Lager? Help!

Herzliche Grüße,
sebigbos


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BeitragVerfasst: Sa 27. Jun 2009, 11:35 
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Registriert: Di 02. Okt 2007, 11:17
Beiträge: 1368
Wohnort: 69xxx bei heidelberg
hallo,

sollte man mit einem bild sehen. wenn ich es richtig verstanden habe geht es nicht um sie linse für die okatav-klappe, sondern etwas weiteres.

es wurden tonabnehmer am hals verbaut, aber eigentlich nicht an der stelle!!

dann wäre noch eine möglichkeit, dass man das patent von der selmer vibra-hülse umgehen wollte.

wie gesagt, ferndiagnose ohne patient kann tödlich sein ;-)


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BeitragVerfasst: So 28. Jun 2009, 11:12 
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Registriert: Sa 27. Jun 2009, 10:48
Beiträge: 15
Hi,
sorry, ich seh den Schüler und damit das Sax erst wieder am Freitag. Ich hab gestern erst dieses Forum hier gefunden. Evtl. krieg ich ein Bild geschickt. Danke für die Antwort schon mal, "in tune" ist sozusagen genau was ich brauche....*g*

Es ist auf jeden Fall nicht Teil der oberen Oktavklappenöffnung, sondern zwischen dieser und dem Mundstückskork in der Mitte. Aufgelötetes Gewinde, etwa so groß wie der Oktavklappenkamin, schwarzer Kunststoff-Schraubdeckel, Durchmesser ca. 6 mm, Höhe auch sowas.
Tatsächlich ist das Teil zwar ein Kennzeichen dieses Saxophons, aber nicht selbst das Problem. Ich hatte vor vielen Jahren schon mal so einen Fall und habe damals das Teil abgelötet und das Loch sauber verschlossen mit einer kleinen Messing-Platte. Hat aber keinen Effekt gebracht, die palm-key-Noten waren immer noch alle viel zu tief...


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BeitragVerfasst: Mo 29. Jun 2009, 9:00 
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Registriert: Sa 27. Jun 2009, 10:48
Beiträge: 15
Hallo nochmal,

also, die Seriennummer des Saxophons ist: 10485.

Und ein Bildchen hab ich auch:Bild


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BeitragVerfasst: Sa 04. Jul 2009, 11:34 
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Registriert: Sa 27. Jun 2009, 10:48
Beiträge: 15
Hallo,

ich seh schon, ich hab euch mit meiner Frage überfordert....ich harre natürlich weiterhin darauf, daß einem von euch die Erleuchtung kommt.

Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wo ich einen Weltklang-Tenor-S-Bogen bekomme oder etwas passendes das nicht soviel kostet wie ein Saxophon...?

Grüße,
sebigbos


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BeitragVerfasst: Sa 04. Jul 2009, 11:46 
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Museumsmitarbeiter

Registriert: Do 22. Dez 2005, 13:58
Beiträge: 1247
Wohnort: Markneukirchen
Hallo Segibos,

was mir dazu einfällt ist eigentlich nur, einen Fachmann zu befragen und das wäre in diesem Fall sicher Jürgen Komnick, eventuell noch Frank Meinert. Die Adressen stehen auf unserer Internetseite.

Viel Erfolg :v:
Heidrun


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BeitragVerfasst: So 05. Jul 2009, 21:24 
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Registriert: So 02. Nov 2008, 9:48
Beiträge: 52
"oben am S-Bogen in der Nähe des Mundstückskorks ein kleines Loch mit einer aufgelöteten Gewindebuchse "

bei diesem S-Bogen handelt es sich um eine Öffnung für einen Tonabnehmer.
Die Sonde wurde in diese Buchse eingebracht und mit einem Stecker an den Verstärker angeschlossen.
Diese Öffnung wurde mit einer Plastekappe verschlossen.
Man versuchte damit um die 80ziger Jahre einen serienmäßigen Tonabnehmeranschluß an diese Instrumente gleich mit einzuschließen.
Ähnliche Anschlüsse gibt es auch bei Klarinetten, in dem man ein Loch in die Birne bohrt, in die ein Tonabnehmer eingeführt wird.

Gruß BEROGE


Dateianhänge:
Tonabnehmer0.jpg [19.47 KiB]
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BeitragVerfasst: So 05. Jul 2009, 22:18 
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Registriert: Di 02. Okt 2007, 11:17
Beiträge: 1368
Wohnort: 69xxx bei heidelberg
@beroge,

sind die tonabnehmer beim sax nicht kurz vor der aufnahme des s bogens zum korpus?


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BeitragVerfasst: Mo 06. Jul 2009, 9:15 
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Registriert: Sa 27. Jun 2009, 10:48
Beiträge: 15
Hallo Beroge,

so was ähnliches habe ich mir schon vorgestellt. Aber wie löse ich das Intonationsproblem?

@heidrun: das will ich gern machen. Ich kenn mich hier bloß nicht so gut aus; was heißt: "Die Adressen stehen auf unserer Internetseite."....wo wäre das?

Grüße,
sebigbos


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BeitragVerfasst: Mo 06. Jul 2009, 10:38 
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Registriert: So 02. Nov 2008, 9:48
Beiträge: 52
Hallo sebigbos,
Adressen, Email, Webseiten etc. der Vogtländischen Instrumentenmacher findest du auf diesem Link.

http://www.musikinstrumentenbau.eu

Die Kombination zwischen Mundstück, S-Bogen und Instrument könnte ein Grund der schlechten Intonation sein,
es muss nicht unbedingt an der Tonabnehmerhülse liegen.

@ intune
Es gab viele Versuche die richtige Stelle für eine günstige Tonabnahme zu finden, sogar am Mundstück.
Ein richtiger Ton kommt aber erst im Zusammenwirken mit allen Instrumententeilen und im Raum zustande,
alles andere sind für mich verfälschte Klänge.
Solche Versuche sind es natürlich Wert eine möglichst stöhrungsfreie Abnahme von Instrumententönen zu bekommen.

Gruß Beroge


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BeitragVerfasst: Mo 06. Jul 2009, 11:45 
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Museumsmitarbeiter

Registriert: Do 22. Dez 2005, 13:58
Beiträge: 1247
Wohnort: Markneukirchen
Also: wer im Forum ist, der ist ja auch schon auf unserer Internetseite.
Wieder zurückgehen auf: http://www.museum-markneukirchen.de, dort ein bisschen surfen ( das sollte man schon mal machen, denke ich :wink: ) bis man plötzlich die Liste mit den Musikinstrumentenhersteller findet oder gleich auf:
http://www.musikinstrumentenbau.eu/
gehen, wie Beroge schon festgestellt hat.

Heidrun


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BeitragVerfasst: Sa 11. Jul 2009, 14:16 
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Registriert: Sa 27. Jun 2009, 10:48
Beiträge: 15
...danke, hab ich gefunden und Kontakt aufgenommen....


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BeitragVerfasst: Mo 07. Mär 2011, 21:40 
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Registriert: Di 02. Okt 2007, 11:17
Beiträge: 1368
Wohnort: 69xxx bei heidelberg
wie sieht denn die antwort aus - nach den vielen monaten? :wink2:


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BeitragVerfasst: Di 08. Mär 2011, 9:20 
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Registriert: Sa 27. Jun 2009, 10:48
Beiträge: 15
Also, das Problem scheint hier nicht bekannt zu sein.
Der Tonabnehmer-Knopf ist jedenfalls nicht das Problem. Ich hatte inzwischen mehrere "betroffene" Weltklang-Tenöre, mit und ohne Knopf. Alle intonieren von c''' aufwärts deutlcih zu tief. Alle haben ein etwas dickeres Blech am S-Bogen und deshalb eine minimal kleinere Bohrung, gemessen an der Mundstücksaufnahme.
Bei 2 der Saxophone habe ich versucht, die Bohrung des S-Bogens aufzuweiten. Die sensible Stelle ist die erste Krümmung des S-Bogens nach dem Mundstück. Das ist technisch schwierig zu bewerkstelligen, hat aber Erfolg gezeigt; E''' und F''' sind, im Vergleich zu meinem eigenen Weltklang-Tenor, immer noch eher ein bißchen tief, lassen sich aber korrigieren. Grad so.
Unten mal ein paar Seriennummern.

Bisher bekannte Saxes mit dem Phänomen:
10485
13978
23232

Saxes, die das Problem nicht haben:
3221
4170
40265
51964

Ich hatte schon mehr Weltklangs in den Händen, davon noch 2 weitere, die das Problem hatten und eine gute Handvoll, die es nicht hatten, von denen ich mir aber die Nummern nicht gemerkt habe.


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