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Forum des Musikinstrumentenmuseums Markneukirchen
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BeitragVerfasst: Fr 12. Okt 2012, 10:27 
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Registriert: Fr 12. Okt 2012, 10:05
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Hallo,

ich habe vor kurzem ein Tenorsaxophon von Oscar Adler & Co Modell "Gloria" angeboten bekommen. Die Polster sind nicht neu und das Sax hat Kratzer. Kann mir jemand sagen, was das ungefähr wert sein könnte? Hat diese Marke eher Sammlerwert oder kann man da auch noch gut drauf spielen (als Anfängerin).

Bin über jede Info dankbar. Fotos siehe unten

Gruß
Manu


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BeitragVerfasst: Fr 12. Okt 2012, 13:06 
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Museumsmitarbeiter

Registriert: Do 22. Dez 2005, 13:58
Beiträge: 1246
Wohnort: Markneukirchen
Hallo Manu,

ich würde damit zu jemanden gehen, der sich auskennt. Das ist vielleicht der Saxophonlehrer, der auch einschätzen kann, ob es sich lohnt das Instrument wieder herzurichten, die Polster zu erneuern usw. Ich könnte mir das bei einem Oscar-Adler-Produkt sehr gut vorstellen, dass es sich lohnt. Auf unserer Internetseite findet man auch Fachleute, die sich damit auskennen, z.B. Jürgen Komnick. Einfach mal anrufen.

Viele Grüße
Heidrun


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BeitragVerfasst: Fr 12. Okt 2012, 17:47 
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Registriert: Di 02. Okt 2007, 11:17
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Wohnort: 69xxx bei heidelberg
Hallo Manu,

das wichtigste dürfte sein, festzustellen ob es ein 435 hz oder ein 440 hz instrument ist, das hat etwas mit der stimmung zu tun.
ist es ein 435 dann taugt es für das moderne spielen NICHT!

die arbeiten an dem sax können bis zu ca. 480-580 euro gehen wenn es sich um eine generalüberhoung handelt.

die zweite frage ist, wie alt sind die polster die im sax verbaut sind = älter als 10 jahre, dann gehören sie sowieso getauscht (kosten siehe oben)

sind nur einzelne polster auszutauschen ist ein kostenvoranschlag schwierig, es kommt auf die anzahl drauf an und auf die nebenarbeiten.

unter umständen ist das gestänge ausgeschlagen und muss justiert werden - das riecht nach arbeit und auch nach kosten.


wo in deutschland wohnst du denn?

gruss intune

nachsatz: so ein instrument hat eine alte mechanik und anordnung der tasten - heutzutage gibt es neueres und bequemeres. so ein instrument (vintage genannt) ist mehr etwas für den erfahren spieler, der schon einiges an saxen in der hand hatte.

ich habe dir noch eine pm geschickt (post)


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BeitragVerfasst: Fr 12. Okt 2012, 19:40 
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Liebe Manu,

unabhängig von allem bisher Gesagten würde mich die Seriennummer des Instruments interessieren.

Viele Grüße
E. Weller


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BeitragVerfasst: Mo 15. Okt 2012, 9:23 
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Registriert: Fr 12. Okt 2012, 10:05
Beiträge: 2
Hallo,

danke für die zahlreichen Antworten. Ich habe nun auch die Seriennr. gefunden: 7217
Ich glaube die Polster gehören auch getauscht, weil schon länger (mehrere Jahre) nicht damit gespielt wurde. Die Antworten klingen eher nach Sammlermodell und nicht nach Anfängermodell...

Ich bin in Österreich zuhause, werd aber trotzdem mal einen der Fachleute hier telefonisch zu Rate ziehen.

Danke,
Manu


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BeitragVerfasst: So 03. Mai 2015, 12:47 
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Registriert: Mo 02. Feb 2015, 17:07
Beiträge: 225
Hallo,

wir hatten auch mal ein versilbertes Alto von Oscar Adler, ein Gloria - mit der Seriennummer 7653.
Kann bitte jemand eine grobe Einschätzung vom Baujahr geben?

Besten Dank im voraus,
Tobi.


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BeitragVerfasst: Do 14. Mai 2015, 14:38 
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Mitglied des Museumsvereins

Registriert: Do 26. Jan 2006, 20:44
Beiträge: 449
Wohnort: Markneukirchen
Hallo Tobi, hallo Manu,

die Anfrage von Tobi sollte gleich Anlass sein, die hier schon länger stehende Frage von Manu mit einzubeziehen.
Leider gibt es keine Aufzeichnungen zur Datierung der Adler-Saxophone. Aber in den letzten Jahren sind wir – auch aufgrund einiger Anfragen in diesem Forum – um einiges präziser geworden, was sich u. a. in Uwe Ladwigs Buch „Saxofone“ (Wahlwies 2012ff.) niedergeschlagen hat.
Der meisten Adler-Saxophone wurden in den 1920er und 1930er Jahren hergestellt. Das waren auf jeden Fall die Seriennummern 3000-7000. 1929 ist z. B. die Nr. 4117 exakt dokumentiert.

Die Nr. über 7000 kann man vorerst den 1940er Jahren zuzuordnen. Ich gehe davon aus, dass in den ersten Kriegsjahren die Produktion noch nicht so sehr eingeschränkt war. Seriennummern über 8000 wären dann aus der Nachkriegsproduktion der 1950er Jahre.

Sollte es Instrumente mit exakten Lieferpapieren (Rechnungen, Garantieurkunden) geben, dann würden diese Datierungsraster deutlich verbessern. Auch Angaben zu Stimmung (870 oder 880) wären hilfreich.

Viele Grüße
Enrico


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BeitragVerfasst: Do 14. Mai 2015, 15:24 
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Registriert: Di 02. Okt 2007, 11:17
Beiträge: 1361
Wohnort: 69xxx bei heidelberg
auf jeden fall # 7653 nach dem WW II


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BeitragVerfasst: So 07. Apr 2019, 17:19 
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Registriert: Mo 02. Feb 2015, 17:07
Beiträge: 225
Lang ist's her, trotzdem die folgende Korrektur:

Seriennummer 7653 wurde mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit deutlich VOR dem Ende des 2. Weltkrieg gebaut.

VG, Tobi.


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BeitragVerfasst: Fr 12. Apr 2019, 11:46 
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Registriert: Di 02. Okt 2007, 11:17
Beiträge: 1361
Wohnort: 69xxx bei heidelberg
natürlich ist jedes mosaiksteinchen wichtig zu den verschollenen unterlagen.

aus meiner warte kann ich nur sagen, dass ein adler mit der nummer
662X aus nach 1950 stammt
und ein weiteres
750X logischerweise aus den jahren danach.

hier reden wir von 7653.

beten wir zu dem glücksfall der wiederentdeckung der originalliste.


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BeitragVerfasst: Fr 12. Apr 2019, 19:15 
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Registriert: Mo 02. Feb 2015, 17:07
Beiträge: 225
Mein Beleg lautet u.a. "Faszination Saxophon".
Hier gibt es beispielsweise die SN 8128 aus dem Anfang der 50er Jahre.

Wo kommt der Beleg für 662X und 1950 her? Danke.


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