Querflöte Kurt Jacob Nr. 2259

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Doris
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Querflöte Kurt Jacob Nr. 2259

Beitrag von Doris »

Hallo,

ich habe hier eine Querflöte von Kurt Jakob mit der Nummer 2259. Kann mir jemand genaueres über diese Werkstatt und evtl. auch über diese Flöte sagen?

Herzliche Grüße,
Doris

Heidrun Eichler
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Re: Querflöte Kurt Jacob Nr. 2259

Beitrag von Heidrun Eichler »

Hallo Doris,

Sie bekommen eine Antwort auf Ihre Frage, müssen sich aber bitte noch etwas gedulden, denn unser EXPERTE hat Urlaub.
:sorry:

Herzliche Grüße
Heidrun

Gabi
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Re: Querflöte Kurt Jacob Nr. 2259

Beitrag von Gabi »

Guten Morgen aus dem Ruhrpott

Nein: Ich bin noch nicht der Experte. :nea:

Folgendes habe ich über Kurt Jacob gefunden:

Kurt Jacob (1896-1973)

Lernte den Flötenbau bei Carl August Schreiber jr., blieb dort vom Beginn seiner Lehrzeit (1911) bis zu seiner Meisterprüfung im Jahre 1922. Im selben Jahr machte er sich dann als Flötenbauer selbständig. Neben seinen handwerklichen Fähigkeiten war er ein guter Flötist und spielte 60 (!) Jahre lang im städtischen Sinfonieorchester Markneukirchen, das sich aus den in der Umgebung lebenden Musikinstrumentenbauern zusammensetzte. Kurt Jacob baute Konzertflöten und Piccolos in Holz und Metall. Auch Querflöten aus Plexiglas wurden seit 1939 für kurze Zeit hergestellt. Neben seinem Enkel Joachim Spranger, der 1964 die Meisterprüfung ablegte, bildete er auch Werner Wetzel zum Flötenbauer aus. Auch Kurt Gemeinhardt arbeitete in seiner Werkstatt; ob als Lehrling oder Geselle, ist nicht sicher. Nach Kurt Jacobs Tod wurde Joachim Spranger sein Nachfolger. Die Firma zog nach Erlbach um und wird dort als 1-Personen Betrieb weitergeführt. Querflöten von Kurt Jacob tragen nur teilweise Serien-Nummern.


Quelle
(Dort gibt es auch eine Angabe, daß es in "Flöte aktuell 3/90" ein Porträt gibt. Keine Ahnung, ob es da noch mehr Infos gibt; oder ob es nur die vorhandene Beschreibung ist. Und bezahlen muss man dafür auch....)
Manchmal, wenn ich Ruhe brauche, setze ich mich in meine Bonboniere und ein Gummibärchen hält mir die Hand.

http://www.blockfloeten-museum.de

Gabi
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Re: Querflöte Kurt Jacob Nr. 2259

Beitrag von Gabi »

....mich irritiert gerade, daß "Jacob" mal mit c und mal mit k geschrieben wird....
Ist das der gleiche?????
Denn eigentlich kenne ich Kurt Jakob (mit k) von seiner Zusammenarbeit mit Peter Harlan im Blockflötenbau....

hm....verwirrte Grüße von
Gabi
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Doris
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Re: Querflöte Kurt Jacob Nr. 2259

Beitrag von Doris »

Hallo Gabi,

vielen Dank für die Ausführungen. Das "Jakob" mit k war mein Fehler . Auf der Flöte steht es mit c. In der Überschrift habe ich es auch noch richtig geschrieben, im Text passierte der Schreibfehler :shok: - sorry!

Gruß, Doris

Gabi
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Re: Querflöte Kurt Jacob Nr. 2259

Beitrag von Gabi »

Ich habe gerade noch mal nachgesehen: auch "mein" Blockflöten-Kurt Jacob wird mit c geschrieben!
War also schon seit ewigen Zeiten mein Fehler.... :blush: :rofl:
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Heidrun Eichler
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Re: Querflöte Kurt Jacob Nr. 2259

Beitrag von Heidrun Eichler »

Hallo Doris und Gabi,

bei den Jak(c)obs ist das nicht immer eindeutig. Auch der Richard Jacob Weißgerber hat sich früher Jakob geschrieben. Heute überwiegen die Jacobs, aber Jakobs gibt es auch noch.
Danke Gabi für die Unterstützung.
Interessant ist vielleicht noch, dass Kurt Jacob von 1941 bis 45 die Museumsgeschäfte geführt hat. In dieser Zeit wurde die Sammlung ins Paulus-Schlössel, das für das Museum von der Stadt erworben und umfangreich renoviert worden war, überführt. Die Familie Jacob wohnte in dieser Zeit auch im Westflügel, wo heute die Büroräume sind. Er hat auch dazu beigetragen, dass in den Nachkriegswirren nichts abhanden kam. Offiziell geöffnet wurde es erst 1946 wieder.

So viele smilies :ff4ever: ich auch :!:

Heidrun

Dr. Enrico Weller
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Re: Querflöte Kurt Jacob Nr. 2259

Beitrag von Dr. Enrico Weller »

Melde mich hiermit aus dem Urlaub zurück und freue mich, dass weder meine körperliche Abwesenheit in Markneukirchen noch meine virtuelle Nicht-Präsenz im Forum dazu geführt hat, dass die Kurt-Jacob-Frage lange im Raum stehen bleiben musste, sondern auch ohne mein Zutun hinreichend geklärt werden konnte.

Gabis Quelle war der Beitrag von Klaus Dapper über die deutschen Boehmflötenbauer in Flöte aktuell 1/2004, S. 17-26. Ausführlicher ist dann der erwähnte Artikel von Gabor Deak, allerdings gibt es an keiner Stelle etwas über eine Datierung der Instrumente aufgrund von Seriennummern.

Ich hoffe aber, bei Gelegentheit noch einen Nachtrag zu den Seriennummern bringen zu können.

Viele Grüße
E. Weller

hanswurst1983
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Re: Querflöte Kurt Jacob Nr. 2259

Beitrag von hanswurst1983 »

hi, ich besitze eine kurt jacob piccoloflöte mit silberkopf (vermutlich neusilber) kann mir jemand etwas über die preise sagen, wie die flöten gehandelt werden? und ungefähre zahlen. Gruß

hanswurst1983
Beiträge: 11
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Re: Querflöte Kurt Jacob Nr. 2259

Beitrag von hanswurst1983 »

schade, dass ich keine antwort erhalte. bislang keine positiven erfahrungen sammeln kömnnen in diesem forum. wirklich schade

intune
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Re: Querflöte Kurt Jacob Nr. 2259

Beitrag von intune »

lieber hanswurst,

die ist ein forum dass von ehrenamtlichen betrieben wird. wenn umgehend antwort erwartet und das noch in der urlaubszeit ist auf dem holzweg.

und wenn er sich dann auch noch süffisant dazu einläßt beschleunigt sicher nicht die fragestellung.

hält der nick-name was er verspricht?

:dirol:

Dr. Enrico Weller
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Re: Querflöte Kurt Jacob Nr. 2259

Beitrag von Dr. Enrico Weller »

Guten Abend,

vielleicht an dieser Stelle noch einmal zu unserem Selbstverständnis.
Soweit wir etwas zur Geschichte und zu darauf aufbauenden Zusammenhängen wissen, geben wir gerne Auskunft. Mitunter regt eine Anfrage zu konkreten Recherchen an, wir fragen manch alten Vertreter der Instrumentenbauer-Zunft oder wir vergleichen mit den Einträgen in unseren Datenbanken, blättern in unseren Büchern, Katalogen, weiteren Dokumenten etc.
Aber in einem Punkt haben wir uns Stillschweigen auferlegt: Das sind Preisdiskussionen und -spekulationen. Über die Gründe und Erfahrungen haben wir hier schon häufiger geschrieben.
Und dann lebt das Forum auch davon, dass nicht nur die Moderatoren, also die Mitarbeiter des Museums bzw. Mitglieder des Museumsvereins, schreiben, sondern dass auch unsere Leser, Nutzer, Gäste ... sich im Rahmen ihrer Kenntnisse einbringen.

Manchmal kommt man weiter als man denkt, mitunter bleibt man aber gleich am Anfang stecken, gelegentlich weiß man auch nicht, was eigentlich das Thema ist.

Viele Grüße
E. Weller

Schwarzwurzel
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Re: Querflöte Kurt Jacob Nr. 2259

Beitrag von Schwarzwurzel »

Also, im Fall des lieben HansWurst1983 ist das Thema mir schon klar und besteht wahrscheinlich aus 4 Buchstaben:wink2:
Wie dem auch immer sei: Der Ton macht die Musik - und das gilt nicht nur bei Flöten!

In diesem Sinne schönen Gruß ins Vogtland

Schwarzwurzel

hanswurst1983
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Re: Querflöte Kurt Jacob Nr. 2259

Beitrag von hanswurst1983 »

ihr herrschaften gibt euch eher mühe, andere leute maßzuregeln, als sachlich und kompetenmt auf derartige fragen, wie meine, zu antworten. ich habe schon das gefühl, dass leute viel über etwas wissen, aber dann so scheinheilig tun, als sein sie abwesend, im urlaub oder weiß der geier was. komischerweise, als ich meine kritik kundtat, dass nach 3 wochen immernoch nicht eine einzige antwort (und sei es, der fachmann ist im urlaub, bitte um geduld, oder ähnliches) kam, und jetztb prlötzlich püaar tage nach meiner letzten nachricht so rasdch und so konzentriert geantwortet wurde, finde ich schon stark auffällig und zeigt, dass dieses forum nicht das einhält, was man eigentlich erwartet. natürlich ehrenamgtlich und alles, ist logisch. aber mehr, wie ein herzliches dankeschön könnt ihr in den aller wneigsten fällen ohne erwarten. zudem war ich bereits 2 mal im museum markneukirchen, überaus freundliche, zuvorkommende herrschaften. wie gesgat, hier komplett das gegenteil. alles gute an euch "ehrenamtlichen fachleute"

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