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 Betreff des Beitrags: Weltklang-Tuba
BeitragVerfasst: Fr 26. Jun 2015, 7:36 
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Registriert: Fr 18. Apr 2014, 18:38
Beiträge: 9
Sehr geehrte Damen und Herren!
Können Sie mir Auskünfte zu folgender Tuba geben? Es handelt sich um eine Tuba der Marke "Weltklang". Optisch ist diese m.M. nach baugleich mit einer Alexander-Tuba Mod. 164 (Kaisertuba). Die Tuba hat einen Schallbecher von 45 cm Durchmesser, Höhe 110 cm. Die Rohre sind identisch verlegt. Auf der Tuba findet sich folgende Nummer: 81324.
Wann wurde die Tuba gebaut? Ist das Instrument nur optisch mit der o.g. Tuba gleich oder auch in Bohrung usw. ? Hat Weltklang evtl. "Auftragsarbeiten" für die Fa. Alexander, Mainz ausgeführt?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen!
Mit freundlichen Grüßen
H.Hegels


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 Betreff des Beitrags: Re: Weltklang-Tuba
BeitragVerfasst: So 28. Jun 2015, 19:44 
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Metallblasinstrumentenbaumeister

Registriert: So 08. Apr 2007, 16:25
Beiträge: 1121
Wohnort: Markneukirchen
Hallo Tubeur,

gerne werde ich mich Ihrer Frage annehmen, bin aber für eine paar Tage unterwegs. Bitte haben Sie ein wenig Geduld. Um dann eine Antwort gegen zu können, werde ich auch noch etwas recherchieren müssen.


Mit freundlichen Grüßen

Mario Weller


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 Betreff des Beitrags: Re: Weltklang-Tuba
BeitragVerfasst: Do 16. Jul 2015, 22:26 
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Metallblasinstrumentenbaumeister

Registriert: So 08. Apr 2007, 16:25
Beiträge: 1121
Wohnort: Markneukirchen
Hallo Tubeur,

wieder im Lande, kann ich Ihnen nun die versprochenen Auskünfte geben. In den Büchern ist eingetragen, dass Ihr Instrument im Juni 1973 angefertigt wurde. Leider steht gerade in diesem Falle die Modellbezeichnung nicht mit darin, einzig der Hinweis auf die bauliche Ausstattung mit "4 Zylinderventilen, Trommeldruckwerk und Neusilber-Kranz" ist vermerkt.

Wenn sie optisch sehr ähnlich der 164er von Gebr. Alexander ist, dann handelt es sich mit allergrößter Wahrscheinlichkeit um das "Weltklang"-Modell Nr. 104, auch als "Kaisertuba" in einigen wenigen Katalogen beschrieben.
"Unsere" 104er hatte ebenfalls ein Schallstück von 45 cm Durchmesser, wesentlicher Unterschied dürfte aber die Bohrung sein. Bei Alexander ist diese mit 21,5 mm angegeben, die "Weltklang" aber hatte eine 22,0 mm Bohrung.

Ob es dereinst Handelsbeziehungen zwischen den Gebr. Alexander und dem VEB B & S (dem Hersteller der "Weltklang"-Modelle) gab, kann ich bislang leider nicht bestätigen. Dies würde mich selbst sehr interessieren.


Mit freundlichen Grüßen

Mario Weller


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 Betreff des Beitrags: Re: Weltklang-Tuba
BeitragVerfasst: Fr 17. Jul 2015, 7:36 
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Registriert: Fr 18. Apr 2014, 18:38
Beiträge: 9
Sehr geehrter Herr Weller!
Vielen Dank für Ihre Informationen! Wenn Sie bezüglich der Handelsbeziehungen neue Erkenntnisse haben, freue ich mich über diese. Den Benachrichtigungslink lasse ich eingeschaltet.
Mit freundlichen Grüßen
H.Hegels


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 Betreff des Beitrags: Re: Weltklang-Tuba
BeitragVerfasst: Fr 09. Feb 2018, 9:06 
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Registriert: Fr 18. Apr 2014, 18:38
Beiträge: 9
Sehr geehrter Herr Weller!
Bezugnehmend auf Ihre Antwort vom 16.07.2015 habe ich wieder eine Frage zu meiner Tuba. Ich habe den Innendurchmesser des ersten Ventilzuges gemessen. Dieser beträgt "nur" 20,7 - 20,8 mm. Gibt es bei den "Kaisertuben" bzw. Modell 104 von Weltklang verschiedene Größen? Oder handelt es sich um ein anderes Modell? In diesem Zusammenhang möchte ich fragen, ob es eine genaue Definition für die Bezeichnungen 4/4, 5/4 und 6/4-Tuba gibt. Bis heute ist mir diese Einteilung unklar.
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Henning Hegels


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 Betreff des Beitrags: Re: Weltklang-Tuba
BeitragVerfasst: Di 14. Aug 2018, 12:16 
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Registriert: Do 08. Feb 2018, 12:26
Beiträge: 3
Hallo,
ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass ein Meister Crönlein, der bei Gebr. Alexander Tuben gebaut hat, in den 30'ern nach Klingenthal zu Hess gegangen ist. Das könnte doch die grosse Ähnlichkeit zwischen der Alaxander 164 und der Weltklang 104 erklären, glaub' ich mal.

Mit frdl. Gr.
Klaus Heil


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 Betreff des Beitrags: Re: Weltklang-Tuba
BeitragVerfasst: Di 14. Aug 2018, 21:58 
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Metallblasinstrumentenbaumeister

Registriert: So 08. Apr 2007, 16:25
Beiträge: 1121
Wohnort: Markneukirchen
Sehr geehrter Herr Hegels, sehr geehrter Herr Heil,

ich bitte um Entschuldigung, dass ich die Anfrage vom Februar nicht beantwortet habe! Tuba ist nicht wirklich DAS Kerngebiet meiner Forschungen, sehr komplex und eben "eine Sache für sich". Deshalb hoffte ich im Frühjahr, dass sich jemand aus der Szene reinhängt und Ihre Fragen beantwortet. Hat sich leider nicht ergeben und dann war das bei mir auch in die Schublade des Vergessens geraten. Gerne will ich mich dazu einmal äußern, aber aktuell ist die Zeit zu knapp bemessen.

Richtig, Meister Andreas Crönlein ging von Gebr. Alexander zu Ernst Hess nach Klingenthal. Er wurde abgeworben, da Hess eine eigene Werkstatt für Metallblasinstrumente eröffnete. Das es durch diesen Arbeitgeberwechsel auch einen "Technologie- und Modelltransfer" gab, ist völlig korrekt und kann auch bei einigen anderen Instrumenten nachgwiesen werden.


Mit freundlichen Grüßen

Mario Weller


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 Betreff des Beitrags: Re: Weltklang-Tuba
BeitragVerfasst: Sa 27. Jul 2019, 19:05 
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Registriert: Mo 02. Feb 2015, 17:07
Beiträge: 244
Hallo Mario,

kann man das vielleicht auch bei Saxophonen eindeutig nachweisen?
Hier wäre es wichtig, echte Beweise oder zumindest fundierte Indizien zu erhalten. Hat Hess wirklich jemals Saxophone hergestellt?
In ihren Katalogen gab Hess das in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts zwar an, aber einen wirklichen Beweis hab ich bisher noch nicht gesehen. Die abgebildeten Instrumente waren immer (zumindest bei den Katalogen, die ich kenne) Stencils von bekannten Saxophon-Herstellern, wie Gebrüder Mönnig und F.X. Hüller.

Schöne Grüße,
Tobi.


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