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Forum des Musikinstrumentenmuseums Markneukirchen
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BeitragVerfasst: Fr 23. Feb 2018, 19:40 
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Beiträge: 3
Hallo! Ich habe eine Neusilberflöte des Herstellers Gebr. Moennig, Markneukirchen erworben, die nicht versilbert war.
Spitzdeckelmechanik, aufgelötete Kamine und zusammengelötetes Rohr. Der Kopf dazu war nicht der originale, sondern
ein unversilberter Neusilberkopf mit Kautschukmundlochplatte glatt, eher schwer zu spielen.
Ein einer Restaurations-Orgie habe ich das Instrument nachträglich in Markneukirchen versilbern lassen, die GÜ erledigte
ein Instrumentenmacher in Baden-Württemberg.
Nun meine Frage: wer kann helfen, das Herstellungsjahr zu bestimmen?
Gravur: Gebr. Moennig
Markneukirchen
Deutschland
Seriennummer: 3649

Für jeden Hinweis wäre ich dankbar.
flautotraversoalto


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BeitragVerfasst: Sa 24. Feb 2018, 12:32 
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Registriert: Di 02. Okt 2007, 11:17
Beiträge: 1318
Wohnort: 69xxx bei heidelberg
wurde bei mönnig schon mal angefragt?


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BeitragVerfasst: Sa 24. Feb 2018, 14:42 
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Registriert: Fr 23. Feb 2018, 19:32
Beiträge: 3
Ja, ich hab da mal angerufen, aber die Dame am Telefon sagte mir, dass es zu dieser Seriennummer keine
Unterlagen mehr gäbe. Deshalb such ich ja auch Infos hier im Forum.
Wie gesagt, die Flöte ist schon merkwürdig: Neusilber unversilbert, dafür aber Spitzdeckel und aufgelötete
Tonlochkamine...dazu noch der unversilberte Moritz Max Mönnig Kopf aus Leipzig, alles in einem alten, wohl
originalen Etui. Wer kann das Rätsel lösen?


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BeitragVerfasst: Sa 24. Feb 2018, 23:54 
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Mitglied des Museumsvereins

Registriert: Do 26. Jan 2006, 20:44
Beiträge: 438
Wohnort: Markneukirchen
Hallo flautotraversoalto,

auf Ihre Frage kann es nur eine annähernde Antwort geben. Bekannt ist, dass die Nummerierung der Flöten bei Mönnig 1924 begann. Ein Anfang mit der Nr. 1 ist aber auszuschließen, zumal die Firma ja eine jahrzehntelange Vorgeschichte hatte. Ein Start mit der 1000 wäre denkbar – aber das ist nur eine Vermutung. Anfang der 1940er Jahre hatte man die 10.000er Grenze erreicht.
Demnach müsste Ihre Flöte von Ende der 1920er Jahre stammen bzw. um 1930 einzuordnen sein. Das würde bedeuten, dass das Instrument für die heutige Verwendung eigentlich zu tief sein müsste, weil um 1930er noch 435 Hz Standard waren.

Ein kurzer Blick in Mönnig-Katalog der 1920er und 1930er Jahre zeigt, dass seinerzeit Instrumente aus Neusilber angeboten wurden, die Versilberung war eine Leistung gegen Aufpreis. Herausgezogene und umbördelte Tonlöcher sind erst in den 1930er Jahren vermerkt.

Soweit einige Hinweise. Herzliche Grüße aus dem frostigen Vogtland
E. Weller


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BeitragVerfasst: So 25. Feb 2018, 9:39 
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Registriert: Fr 23. Feb 2018, 19:32
Beiträge: 3
Vielen Dank, dass sind Infos, die sich mit meinen Vermutungen decken. Das mit der Stimmung ist jedoch nicht so leicht
zu klären, da die Flöte mit dem Kopf, der sich im Etui befand (von Moritz Max Mönnig, Leipzig, Nr. 1201), im Bereich E 1 -
D 3 eigentlich gut in mind. 440 hz stimmt, darunter (ab D 1 aber viel zu tief) und darüber (ab E 3) aber ausreisst.
Ich habe konische Flöten nach Meyer aus Markneukirchen, die wirklich in 435 hz sind, das merkt man sofort.
Bei dieser Flöte ist das jedoch nicht so, wenn ich den Kopf ganz hineinschiebe, bin ich ab C 3 sogar zu hoch, wenn ich mit
meinen Schülern Duette spiele. Nun ja. Um meiner Restaurationsorgie noch den Gipfel zu geben, habe ich jetzt ein
Neusilberkopfstück von Gebr. Mönnig aus den 90ern bestellt, welches ich dann an die Flöte anpassen lassen werde.
Mal sehen, was dann dabei herauskommt, es wird auf jeden Fall ein physikalisches Experiment.
Das interessante an der Flöte ist die Kombination mit dem Moritz Max Mönnig Kopf, dessen Kautschuk- oder Bakelit-
Mundlochplatte, die auf der Auflagefläche nach innen geht (so etwas habe ich noch nie vorgefunden) und einen Ton
ergibt, der irgendwie an eine konische Holzflöte erinnert.
Vielen Dank für die Infos, am 05.05.2018 hoffe ich, im Museum in Markneukirchen sein zu können.
Grüße, flautotraversoalto


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BeitragVerfasst: So 25. Feb 2018, 11:34 
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