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 Betreff des Beitrags: Bestimmung Weltklang-Trompete
BeitragVerfasst: Sa 16. Feb 2019, 0:13 
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Registriert: Fr 15. Feb 2019, 23:42
Beiträge: 3
Hallo zusammen!

Nun interessieren mich doch die Ursprünge der Trompete, die mich seit meinem zehnten Lebensjahr, d.h. seit mehr als 25 Jahren begleitet. Ich mag das Instrument sehr und habe es kürzlich von einer Fachwerkstatt überholen lassen. Der Instrumentenbauer hat die unmoderne, enge Bauweise angemerkt, aber ich mag den Klang und das Feeling der Trompete. Mein Vater hat das Instrument in den 1970ern gebraucht erworben und selbst darauf spielen gelernt.

Vielleicht können Sie etwas zur Geschichte des Instruments beitragen?

Es ist eine unlackierte Weltklang-Trompete mit Drehventilen. In den Deckeln der Drehventile ist die Nr. 18 eingeschlagen. Im Schallstück auf Höhe der Ventile steht auf der Unterseite die Nr. 39880. Am oberen Ende des Mundrohrs ist der Buchstabe M ablesbar.

Zusatzfrage:
Was ist ihre Empfehlung: Sollte das Instrument regelmäßig mit Silberputzpaste gereinigt werden (so wurde es mir als Kind aufgetragen - ich habe es gehasst), soll man es langsam patinieren lassen oder gar mit einer Lackierung versehen?

Vielen Dank!


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 Betreff des Beitrags: Re: Bestimmung Weltklang-Trompete
BeitragVerfasst: Sa 16. Feb 2019, 18:03 
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Metallblasinstrumentenbaumeister

Registriert: So 08. Apr 2007, 16:25
Beiträge: 1108
Wohnort: Markneukirchen
Hallo Thomas,

Ihre Trompete wurde im Januar/Februar 1970 angefertigt. Der Hersteller war der VEB B & S Markneukirchen / Klingenthal, Trompeten-Abteilung im Werk II in Klingenthal. Die Kennzeichung mit dem Buchstaben "M" in der Mundrohroberzwinge war eine interne "Mitarbeiter-Kennzeichnung", jeder Arbeiter hatte damals einst seinen eigenen Buchstaben und machte so seine Arbeit kenntlich.

Zum Hersteller finden Sie bei uns im Forum schon eine Vielfalt an Beiträgen, einfach mal die Suchfunktion bemühen.

Es ist Ihnen schon zu empfehlen, Ihre Trompete nicht mit diesen Mitteln zu putzen (meist sind diese ehedem zu aggressiv gegenüber dem Messing). Das Putzen stammt im Prinzip noch aus den Zeiten vor der Möglichkeit Metallblasinstrumente durch einen Klarlack auf lange Zeit zu schützen.

Am besten wird es sein, Sie geben Ihre Trompete mittelfristig einmal einem Instrumentenmacher zur Überholung und lassen sich ein Angebot über eine anschließende Lackierung unterbreiten.


Mit freundlichen Grüßen

Mario Weller


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 Betreff des Beitrags: Re: Bestimmung Weltklang-Trompete
BeitragVerfasst: Mi 20. Feb 2019, 18:45 
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Registriert: Fr 15. Feb 2019, 23:42
Beiträge: 3
Vielen Dank für die Infos! Dann werde ich es lackieren lassen.

Mich interessieren sehr die Hintergründe zu diesem Instrument:
Unter welcher Bezeichnung wurde die Trompete damals verkauft? Und ist es eher im Einsteiger- oder im Mittelklassebereich anzusiedeln? Wie viele Instrumente dieses Typs wurden insgesamt gebaut?

Viele Grüße

Thomas-Somke


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 Betreff des Beitrags: Re: Bestimmung Weltklang-Trompete
BeitragVerfasst: So 24. Feb 2019, 8:08 
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Metallblasinstrumentenbaumeister

Registriert: So 08. Apr 2007, 16:25
Beiträge: 1108
Wohnort: Markneukirchen
Hallo Florian / Thomas,

Ihre Trompete wurde damals unter der Modellnummer "Nr. 05" geführt. Sie war eindeutig ein Einsteigermodell, für die Breite Masse an Musikern gedacht. Die bessere, etwas gehobenere Ausführung - dann auch angepriesen als "Meisterinstrument" und für den "Konzertbereich" - erhielt den Markennamen B & S und die Modellnummer 3005.

Genaue Stückzahlen kann ich dazu nicht liefern, Sie müsse aber davon ausgehen, dass in Spitzenzeiten einst monatlich gut und gerne 150 bis 200 Stück gebaut wurden.


Mit freundlichen Grüßen

Mario Weller


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 Betreff des Beitrags: Re: Bestimmung Weltklang-Trompete
BeitragVerfasst: So 24. Feb 2019, 11:19 
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Registriert: Fr 15. Feb 2019, 23:42
Beiträge: 3
Vielen Dank für die Auskunft!

Ich spiele das Instrument trotzdem sehr gerne. Da ist es egal, ob es sich um ein günstiges oder teures Modell handelt.


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