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Forum des Musikinstrumentenmuseums Markneukirchen
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BeitragVerfasst: Di 06. Mär 2012, 12:31 
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Registriert: Di 06. Mär 2012, 12:16
Beiträge: 1
Moin,
mein Name ist Thomas, ich komme aus Hamburg und spiele (und sammel) Ukulelen.
Habe gleich eine Frage an die Experten hier:

Gibt es etwas Nachlesbares über die Geschichte der Ukulele in Deutschland?
Viersaitige "Guitarren" wurden schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt in Markneukirchen gebaut:
Bild

Wir (wir, das ist der 1.Deutsche Ukulelen Club) versuchen gerade, Material über dieses Thema zusammenzutragen.
Bin für Tipps/Hinweise dankbar.

Herzliche Grüße
Thomas


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BeitragVerfasst: Mi 07. Mär 2012, 7:41 
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Registriert: Mi 25. Aug 2010, 9:49
Beiträge: 55
Wohnort: Trostberg Obb
Ich möchte die Anfrage weiter konkretisieren: Die Abbildung stammt aus dem Hauptkatalog Paul Stark von 1893; das würde bedeuten es wurden schon Ende 19.Jh Ukulelen in Markneukirchen gebaut ohne daß sie "Ukulelen" hießen. Hab ich das richtig formuliert? In der linken Spalte ist oben die Bemerkung "Alte Nummer", woraus ich schließe, in einem vorhergehenden Katalog müssen die "vierseitigen 1/8 Guitarren" schon einmal vorgekommen sein. Weiß jemand von wann dieser Katalog war und hätte für mich einen Scan davon? Wenn das so stimmt wie ichs mir denke, war Markneukirchen/das Vogtland schon früh bestens aufgestellt für den bald folgenden Ukulelen-Hype. Ein Teil der Ukulelen-Geschichte müsste um ein wichtiges Detail ergänzt werden.


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BeitragVerfasst: Mi 07. Mär 2012, 9:20 
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Museumsmitarbeiter

Registriert: Do 22. Dez 2005, 13:58
Beiträge: 1244
Wohnort: Markneukirchen
Hallo,

so viel mir bekannt ist, wurden in Markneukirchen schon um 1850 (oder sogar 1800?) alle möglichen Arten von Zupfinstrumenten gebaut, geschuldet ist das wohl vor allem den Händlern, die in aller Welt unterwegs waren und Instrumente mitbrachten und hier bauen ließen, um sie in den fernen Ländern gut wieder verkaufen zu können. Die wurden dann auch nicht haargenau kopiert, sondern auf eigene Art gebaut (ist eine Hypothese, der man mal nachgehen sollte.)

Leider bin ich gerade mit schwierigen Fördermittelanträgen beschäftigt :dirol:

Bin aber trotzdem immer mit einem Auge und mit ganzem Herzen beim Forum :angel:
Danke für's Mitmachen,

Heidrun


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BeitragVerfasst: Mi 07. Mär 2012, 22:13 
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Experte

Registriert: Mi 20. Jun 2007, 11:00
Beiträge: 541
Wohnort: Lohmar Hausen
In den Vogtland Katalogen der 20er und 30er Jahre findet man Ukulelen in allen Ausführungen. Diese wurden auch Ukulelen genannt. Ich gehe davon aus, das viele der Ukes ins ausland und auch die USA exportiert worden sind. In Deutschland tauchen "deutsche" Ukes oder Uke Banjos sehr selten auf.

Gruß,

STELOL

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STELOL
STEfan LOb aus Lohmar
Ein Versuch die alten vogtländischen
Bezeichnungen wieder aufleben zu lassen!!!!!!

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BeitragVerfasst: Mi 07. Mär 2012, 23:07 
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Experte

Registriert: Mi 20. Jun 2007, 11:00
Beiträge: 541
Wohnort: Lohmar Hausen
Frage
Woher habt Ihr das genaue Datum des Kataloges? Man muss schon genau nachschauen welche Auflage und wann erschienen. Der schaut mir auf den ersten Blick nicht so alt aus, sondern eher 20er Jahre Stil!

Die 4 Saitige könnte natürlich eine Braguinha, Machetta Cavaquinho mit Stahlaiten sein. Wie mir bekannt (ob es stimmt??) gibt es die Ukulele mit Darmsaiten zwar schon seit dem Ende des 19. Jhd. aber eigentlich nicht so verbreitet wie die europäische Variante und die Vogtländischen Händler ließen nur Instrumente bauen, die auch gut, Weltweit zu vertreiben waren. Ich gehe davon aus, dass die ersten Ukulelen in den frühen 20er Jahren gebaut worden sind als es zu einem Trend wurde. War ja für die (meist Egerländer) Heimarbeiter ganz einfach von der Cavaquinho auf die Uke zu schwenken! In alten Katalogen sieht man auch, das die Cavaquinho weiter gebaut wurde. Natürlich wurden auch Uke Banjos gebaut!

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STELOL
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