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 Betreff des Beitrags: E-Gitarren-Ausstellung Im Museum ?
BeitragVerfasst: So 01. Jul 2007, 11:08 
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Museumsmitarbeiter

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Die E-Gitarren-Geschichte von Markneukirchen ist tatsächlich eine eher unerforschte und vernachlässigte. Meine Kinder haben mir schon immer den Vorwurf gemacht, dass wir die Instrumente nicht ausstellen. Aber ich habe mich geweigert, diese Instrumente zwischen die Konzertgitarren zu hängen. Es ist ein anderes Thema und sollte auch separat behandelt werden. Wir haben eben einfach zu wenig Platz.

Vielleicht sollten wir mal eine Sonderausstellung machen. Im Gerber-Hans-Haus haben wir ja jetzt die Möglichkeit. Mit "Jazzgitarre" alias Rainer Kordus könnten wir das hinkriegen.

Wer könnte noch ein paar Instrumente und Ideen dazufügen?

eine ganz gespannte Heidrun


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So 01. Jul 2007, 12:22 
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Beiträge: 60
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aha !
wann Sie wollen kan ich eine kleine beitrage lieferen , aber dafur solte nog einige modelnummern und/oder namen ausgeklärt werden muss !
bitte sehe auch http://www.lordbizarre.com
grüssen
ivan alias lordbizarre


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BeitragVerfasst: Di 03. Jul 2007, 0:28 
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Beiträge: 541
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Hallo Heidrund,

ich würde gerne auch etwas zum Thema beitragen!

Also als erstes würde ich es nicht als E-Gitarren Geschichte bezeichnen sondern viel Interessanter ist meines Erachtens die Zeit davor und im besonderen die 40er und 50er Jahre wo in Markneukirchen ja vorwiegend "Archtopgitarren" oder besser in deutsch "Schlaggitarren" gebaut worden sind. Diese sind zwar auch (besonders durch Herrn Goller mit seinen Rellog Tonabnehmern) elektrifiziert worden, werden aber nicht als E-Gitarre bezeichnet. E-Gitarren sind allgemeingülig zwar alle Gitarren die mit elektrischen Tonabnehmern funktionieren aber dieser Begriff wird unter Musikern meisten für die Brett-Gitarren und weniger für Schlaggitarren oder Halbresonanz-Gitarren verwendet.

Gerade der frühe Schlaggitarrenbau ist im Vogtland überaus Interessant, da es zu dieser Zeit meisterhaft gebaute Instrumente gab was leider ab den 60er Jahren, sicherlich auch durch die Verstaatlichung der Betriebe, nicht mehr so oft der Fall war. Im Design gab es natürlich immer wieder extrem schrille Sachen aber wenn man den quallitativ hochwertigen Gitarrenbau zeigen möchte ist der Schlaggitarrenbau der frühen Jahre sicherlich noch Interessanter.

Vielleicht sollte man es einfach unter den Namen "VOGTLAND GITARREN" laufen lassen. Da kann man sich dann allen besonderen Gitarrentypen, in Gattungen eingeteilt, widmen. Man sollte bei einer solchen Sache auch an die Martin Geschichte denken und auch daran das ein großteil der West-Deutschen Produktion wie Framus-Höfner-Hoyer u.s.w. die Wurzeln dieser Firmen aus Ihrer Region oder genauer der Schönbacher Nachbarregion stammen und sich bis in die 70er eine ganz eigentümliche Gitarrenbaugeschichte herausgebildet hat. Auch wenn viele Instrumentenbauer es vielleicht als leidiges Übel angesehen haben diese Gitarren zu bauen oder auch nur aus der Not herraus diese Schlaggitarren, die halt damals gefragt waren und gut verkäuflich waren, gebaut worden sind, sind doch sehr viele hochwertige Instrumente gebaut worden.

Ich bin der Meinung das sie in Ihrer Region noch auf einem nicht geborgenen Schatz sitzen und dieses Gitarren-Gebiet einfach vernachlässigt haben. Die größte Sorge die ich habe ist, das es wieder mal andere Leute aus Amerika, Kanada oder Japan sind, die das noch vor Ihnen entdecken obwohl sie an der Quelle sitzen! Aber das sei nur mal am Rande erwähnt und auch nicht böse gemeint sondern das ist einfach meine persönliche Einschätzung.

Ich würde mich sehr über solch eine Ausstellung freuen und würde auch gerne mein Wissen beisteuern.


Nette Grüße ins schöne Vogtland,

STELOL

Stefan Lob aus Lohmar

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STELOL
STEfan LOb aus Lohmar
Ein Versuch die alten vogtländischen
Bezeichnungen wieder aufleben zu lassen!!!!!!

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BeitragVerfasst: Di 03. Jul 2007, 6:51 
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Beiträge: 413
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Hallo Heidrun

Die Idee von Stefan mit dem Namen "Vogtland Gitarren" finde ich klasse!
Es scheint ja tatsächlich so, daß die Wiege vieler Instrumente, nicht nur Gitarren, im Vogtland steht.

Soll diese Sonderausstellung zeitbegrenzt sein? Oder ist das dauerhaft...
Wenn das eine zeitbegrenzte Sache wird, fände ich es schön, wenn es dazu begleitend auf der Museums-Webseite noch so eine Art Vogtland-Gitarren-Online-Museum gäbe, die dann natürlich nach Ende der Ausstellung bestehen bleibt.
Da war ja auch der Aufruf an andere Gitarrenliebhaber, ihre Instrumente zur Ausstellung beizusteuern. Aber irgendwann wollen sie ja auch ihre Gitarren wiederhaben....dann wären die Instrumente weg...die Ausstellung wäre zu Ende...und am Ende bleibt dann nichts mehr. Mit so einem Online-Museum hätte man dann wenigstens virtuell noch eine Fortsetzung.
Und das könnte man ja auch später immer noch weiter ergänzen. Ich denke, daß viele user mitmachen würden, ihre Gitarren mit Bildern und Beschreibungen für das virtuelle Museum beizusteuern.

Jaaaa...ich weiß....so online-Museen gibts schon ein paar. Aber ich denke, für das Musikinstrumenten-Museum in Markneukirchen wäre es eine Bereicherung! :)

Viele Grüße, Gabi :)


(Übrigens: Vielen Dank, Stefan, für die Aufklärung einer Unwissenden, was Archtopgitarren sind. :) Die Frage hatte ich ja noch in einem anderen thread gestellt....)

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Manchmal, wenn ich Ruhe brauche, setze ich mich in meine Bonboniere und ein Gummibärchen hält mir die Hand.

http://www.blockfloeten-museum.de


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BeitragVerfasst: Di 03. Jul 2007, 7:24 
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Museumsmitarbeiter

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Danke Stefan für den Beitrag. Ich habe tatsächlich immer Probleme mit den Bezeichnungen, aber ich glaube, das ist nicht nur mein Problem. Ich weiß jetzt endlich auch, dass die Amerikaner unter dem Begriff Akustikgitarre eine Westerngitarre (im deutschen Sinn) verstehen. Und das, was oft als Akustikgitarre bezeichnet wird, ist nach meinem Begriff eine Konzertgitarre. Wir haben früher immer Schlaggitarre gesagt, aber es gab doch vor einiger Zeit mal eine Ausstellung im Technikmuseum in Berlin, die lief unter Stromgitarren. Da waren auch Instrumente von uns dabei. Ich weiß nicht, ob wir wirklich noch "auf Schätzen sitzen". Ich hatte mal die "alten Rocker" von Markneukirchen gefragt, als das Technikmuseum, die Ausstellung organisierte, und hatte den Eindruck, dass die Instrumente von ihnen nicht mehr da sind. Sie hatten viel selbst gebastelt, aber als es dann welche zu kaufen gab, diese "entsorgt". Ich werde mal wieder einen Aufruf in der Markneukirchner Zeitung machen, vielleicht meldet sich ja jemand. Bei ebay ist auch oft was zu ersteigern, aber wir haben eigentlich gar kein Geld und vor allem überhaupt keinen Platz, deshalb gehe ich da immer schnell weiter. Aber es ist wahr, was wir jetzt nicht sammeln, ist irgendwann für uns verloren. aber das gilt für so vieles. Ich bin immer froh, wenn es überhaupt jemand sammelt, der damit auch verwantwortungsbewusst umgeht und es nicht wegschmeißt.



Nun zu Gabi: Sie sind schon wieder 3 Schritte weiter. Das war ja nur mal ein laut gesprochener Gedanke (mit der Ausstellung), den ich da geschrieben habe. Vielleicht wird ein kleines Pflänzchen daraus und dann brauchen wir viele Gärtner und Schneckeneinsammler :twisted: , damit das Pflänzchen wachsen kann!!

(Also, Mario, diese Gesichter da links können einen aber auch nerven :mrgreen: )

Ich muss jetzt ganz schnell ins Museum.

Bis später
Heidrun


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BeitragVerfasst: Di 03. Jul 2007, 7:45 
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Zitat:
Sie sind schon wieder 3 Schritte weiter. Das war ja nur mal ein laut gesprochener Gedanke (mit der Ausstellung), den ich da geschrieben habe. Vielleicht wird ein kleines Pflänzchen daraus und dann brauchen wir viele Gärtner und Schneckeneinsammler , damit das Pflänzchen wachsen kann!!


:oops: Sorry
Aber so ist das nu mal mit den laut gesprochener Gedanken.....da sollte man gaaaaaaaanz vorsichtig mit sein! :wink: Nun ist der Stein ins Rollen gebracht und nicht mehr aufzuhalten! Jetzt bloß nicht schlapp machen! :mrgreen:

Es ist mir schon klar, daß so eine Ausstellung nicht von heute auf morgen aufzubauen ist...weder die echte noch die virtuelle. Und da ihr ja nicht wisst, was euch an "user"-Gitarren bereitgestellt wird, müsste schon ein gewisser Museums-Fundus als Grund vorhanden sein.
eBay ist da natürlich eine Schatzkammer...leider sind die Schätze manchmal ganz schön teuer! :cry:

Viele Grüße ins Vogtland
:) Gabi

PS. Ach, Heidrun...ich hab schon mal das Schneckenkorn ausgestreut! :mrgreen:

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BeitragVerfasst: Di 03. Jul 2007, 9:47 
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Museumsmitarbeiter

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Keine Angst, ich mach nicht schlapp, habe nur so viele andere Dinge zu tun, die nicht so interessant sind.
Z.Z. bin ich auf der Suche nach einem neuen Freiwilligen für das soziale Jahr Kultur:

neues Thema und "Allgemeines"

H.


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BeitragVerfasst: Di 03. Jul 2007, 10:52 
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Also ich find die Idee einer "modernen" Gitarrenausstellung super. Ich würd mich glatt ins Auto setzen 8)

Vielleicht, liebe Heidrun, verhandeln Sie doch einmal mit Ivan. Wenn Dieser seinen Fundus zeitbegrenzt zur Verfügung stellt, ist doch schon ein Grundstock da. Und wie Stefan schrieb, haben ja einige Westdeutsche Hersteller doch die Wurzeln in Ihrer Region. Das müsste man natürlich auch irgendwie zum Ausdruck bringen.

Das man "alte" Instrumente zu DDR-Zeiten weggegeben oder geworfen hat, kann ich leider bestätigen: Ich hatte als Erstes eine Jolana Tornado. Die war nicht ganz bundrein und musste weg. Davon hab ich noch den Hals.Dann sollte es eine Seifert sein. Hatte ich als Halbresonanz, die zum Einkoppeln neigte.
Da bei Musikern die DDR Marken sowieso nicht sonderlich beliebt waren (leider...) kaufte ich für ein Wahnsinnsgeld eine Les Paul Kopie von Ibanez. Erst Jahre hinterher habe ich gemerkt, dass das Teil eigentlich billiger Japan-Schund war. Heute, etwas reifer, bedaure ich das natürlich.

Für Ihre geplante Ausstellung könnte ich noch ein paar alte Röhrenverstärker (Elektro-Akustische Werkstätten Markneukirchen) beisteuern, die spielfähig sind. Da kann sich dann jeder "ambitionierte" Gitarrist ransetzen und hören, wie es damals geklungen hat. :lol:

Grüsse Norbert


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BeitragVerfasst: Di 03. Jul 2007, 10:56 
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Hallo Heidrun,

mit den "Schätzen" meinte ich nicht die Gitarren an sich, sondern die Geschichte dahinter und im besonderen die der Gitarrenbauer und Ihre noch nicht geschriebene Geschichte!

Die Amerikanischen Gitarren hätten weltweit niemals solchen Stellenwert und auch solche preislichen Dimensionen erreicht, wenn man nicht ständig über diese Leute geschrieben und Ihre Geschichten und Mythen weiterverbreitet hätte.

Schaut Euch mal diese Gitarre von Aschado (der Gitarrenbauer war eine Herr A. Schaufuß aus Adorf gewesen) und sag mir mal ob Ihr so ein extravagantes und schön gearbeitetes Stück schon mal von Fender,Gibson oder sonstigen Herstellern gesehen habt!

BITTE AUCH DEN NÄCHSTEN BEITRAG LESEN!!


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BeitragVerfasst: Di 03. Jul 2007, 10:58 
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Ich muß leider noch einen Beitrag schreiben da man nur 3 Bilder anhängen kann!!

Kleiner Tipp erhöht die Zahl der maximalen Bilder doch auf 5. denn soviele braucht man schon um eine Gitarre vollständig und im Detail zu zeigen!

Ich möchte auch noch etwas allgemeines zu Bildern im Netz sagen! Ich habe hier schon mal gesehen das Bilder von anderen Internettseiten einfach so verlinkt oder benutzt werden. Man sollte schon die Erlaubnis haben solche Bilder benutzen zu dürfen! Meine Bilder sind entweder eigene oder ich habe vorher die Besitzer der Bilder gefragt ob ich sie für mein privates Hobby aber somit auch zur Veröffentlichung benutzen darf. Diese Bilder der ASCHADO sind zum Beispiel von einem Freund der eine unglaubliche Banjoseite im Netzt hat. Auf dieser Seite gab es auch sehr viele ungeordnete Gitarrenbilder. Ich habe diese Bilder jetzt mal vesucht zu ordnen. Bei 90% der Fotos ist mir das auch gelungen und ich denke in 1-2 Wochen wird diese Seite eine neue schön übersichtliche Gitarrengalerie haben. Wenns soweit ist werde ich einen Link ins Forum stellen.

Jetzt noch ein Foto der Aschado! Schaut Euch diese traumhaften Einlegearbeiten am Boden an!

Nette Grüße ins schöne Vogtland,

STELOL
Stefan Lob aus Lohmar


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BeitragVerfasst: Di 03. Jul 2007, 14:37 
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Stefan, der Aussage, dass Gibson, Fender und Co. nie zu dem Ruhm gelangt sind, wenn es nicht so beworben wurde und dass die keine schönen Instrumente zustande gebracht haben, kann ich mich so nicht anschliessen.

Der R&B in Amerika hatte seine Glanzzeit, da war in Deutschland noch Krieg. Nach dem Krieg hatten die Deutschen erst mal etwas Anderes zu tun, als Instrumente zu kaufen oder zu spielen. Diese Zeit ist an den Amis ja vollkommen vorbeigegangen. Dazu kommen noch die Wurzeln im Farbigen. Die Musik in Amerika hat zu der Zeit also regelrecht "geschrien" nach einem Leo Fender oder Seth A. Lover von Gibson.

Und Gibson (Fender weniger) hat sehr wohl sehr schöne Paulas oder ES gebaut. Ich empfehle Dir unten abgebildetes Buch (was es leider in D nicht gibt).

Die "gebookmachten" Riegelahorndecken sind eine Augenweide.

Grüsse Norbert


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BeitragVerfasst: Di 03. Jul 2007, 15:41 
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Hallo Norbert,

erstmal danke für deine Reaktion!

Ich habe dieses Buch selbst und bin auch ein Freund amerikanischer Gitarren und weiß auch die Qualität dieser Instrumente zu schätzen. Im Forum ist auch ein Bild von mir auf dem ich eine Gibson Herb Ellis spiele.

Was ich meine ist, das Verhältnis stimmt einfach nicht! Außerdem wurden Jahrzehnte solche Instrument auf den Schrott geschmissen die oft den außländischen Gitarren in nichts nachstanden und keiner hat sich außer ein paar vereinzelten Sammlern darum gekümmert.

Auch was heute auf dem Sammlermarkt über deutsche Gitarren zu finden ist würde ich eher als beschämend bezeichnen wenn man sich mal die Gitarrenfreunde und Ihre Foren weltweit anschaut!

Das mit den Kriegsjahren und dem Instrumentenbau kann ich auch nicht ganz so stehen lassen. Es wurden sehr viele Instrumente gebaut und gerade weil es vielen Menschen sehr schlecht ging haben sich Geigenbauer und andere Instrumentenbauer an den neuen Markt der Schlaggitarren angehangen, da ja viele Instrumente auf den verschiedesten Wegen (ganz egal ob legal oder illegal) zu den Alliierten Ameriokanern und Engländern und den wetdeutschen Musikern gebracht wurden. Das war am Anfang der 50er auch noch einfacher und es war wirklich ein großer Markt da. Es wurden unzählige Schlaggitarren von kleinen und größeren Werkstätten gebaut die wiederum unter eigenem Namen oder über die großen Vertriebe verkauft wurden.

Es wurden sehr viele gute Instrumente gebaut aber leider wollte davon ab mitte der 60er keiner mehr was wissen und ich weiß das es heute einen Japanischen, Amerikanischen und Kanadischen Sammlermarkt gibt die verstärkt nach diesen vogtländischen Gitarren ausschau halten und glaub mir die Wissen wie man Marketingarbeit leistet!


Nette Grüße,

STELOL
Stefan Lob aus Lohmar

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BeitragVerfasst: Di 03. Jul 2007, 16:22 
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Ich bitte alle Ameriokaner und wetdeutsche um ENTSCHULDIGUNG! :oops:

Ich schreibe einfach zu schnell und zu viel!!! :lol:

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BeitragVerfasst: Di 03. Jul 2007, 16:44 
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(Pssssttttt...Stefan...du kannst es selbst nachträglich korrigieren. Wenn du deinen eigenen Beitrag noch mal öffnest, findest du darunter einen "ändern"-Button :wink: )

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BeitragVerfasst: Di 03. Jul 2007, 17:24 
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Zitat:

"mit den "Schätzen" meinte ich nicht die Gitarren an sich, sondern die Geschichte dahinter und im besonderen die der Gitarrenbauer und Ihre noch nicht geschriebene Geschichte!"

Das ist schon richtig und damit habe ich schon das erste Problem. Ich weiß nicht, woher ich die Informationen bekommen soll. Das glaubt uns wahrscheinlich keiner, aber ich habe erst von "Jazzgitarre" etwas über A.Schaufuß usw. erfahren und ich habe heute in diesem Forum zum ersten Mal so eine wunderschöne Gitarre von ihm gesehen. Nun ist diese Art von Gitarren nicht so mein Thema, aber der Meinel, Johannes (nicht Meinl), der nun wirklich ein "alter Rocker" ist, war genauso erstaunt wie ich. Ihr werdet es nicht glauben, aber solche Instrumente sind wahrscheinlich nie im Vogtland geblieben. Ich habe zumindest noch keines gesehen.

Heidrun


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