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Forum des Musikinstrumentenmuseums Markneukirchen
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 Betreff des Beitrags: Entwicklung des Schlaggitarrenbaus
BeitragVerfasst: Mo 18. Feb 2008, 11:58 
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Registriert: Di 16. Okt 2007, 13:05
Beiträge: 54
Guten Tag,

immer wieder taucht die Frage auf ob eine Gitarrendecke furniert, gepresst, gefräst oder handgeschnitzt ist. Deshalb hier einmal die Frage an die Gitarrenbauer mit historischen Kenntnissen:

Ab wann wurden gewölbte Decken furniert, ab wann wurden Kopierfräsen eingesetzt, gibt es einen sichtbaren Unterschied zwischen gefrästen und geschnitzten Decken in der fertigen Gitarre?

In voraus danke für alle erhellenden Informationen.

Ich suche übrigens immer noch Infos über Otwin die über das zu "ergoogelnde" hinaus gehen. Wer also Kataloge besitzt die noch nicht im Web veröffentlicht sind oder angeboten werden, bitte melden.

Martin


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BeitragVerfasst: Mo 18. Feb 2008, 13:52 
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Registriert: Di 04. Dez 2007, 14:53
Beiträge: 88
Hi Martin,

Laminated and pressed tops have always constant thickness all over the plates, while carved tops usually (not always) have different thickness due to top's graduation. If the F-holes allow your fingers to pass through them, you can easily check this thickness variation. In my experience with Otwin archtops, the top plates have a quite uneven internal surface with a lot of thickness variation, so it's easy to check if they are carved or not. Hope this helps.


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BeitragVerfasst: Di 19. Feb 2008, 21:41 
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Experte

Registriert: Mi 20. Jun 2007, 11:00
Beiträge: 541
Wohnort: Lohmar Hausen
Hallo Martin,

ich glaube Du wirst bald mehr Infos über OTWIN bekommen! Ich habe den Günther Krause gewinnen können für meine Seite einen OTWIN Artikel zu verfassen. Ich hoffe er ist bald fertig! Ich gebe dann Bescheid.

Nette Grüße,

STELOL

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STELOL
STEfan LOb aus Lohmar
Ein Versuch die alten vogtländischen
Bezeichnungen wieder aufleben zu lassen!!!!!!

Im Netz unter http://www.schlaggitarren.de


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BeitragVerfasst: So 24. Feb 2008, 19:30 
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Registriert: Di 04. Dez 2007, 14:53
Beiträge: 88
:good:


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BeitragVerfasst: Do 06. Mär 2008, 13:15 
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Museumsmitarbeiter

Registriert: Do 22. Dez 2005, 14:06
Beiträge: 170
Wohnort: Erlbach
Hallo an alle die es interessiert, (oder auch nicht)

als Überschrift steht hier ja "Entwicklung des Schlaggitarrenbaus". Jetzt ist mir gerade eine Notiz in die Hände gefallen über den Schlaggitarrenbau in der ehemaligen DDR.
Der Gitarrenmacher Günter Graubner (geb.26.5.1910 in Erlbach) hat 1956 zusammen mit der Firma "Otto Grünert" (Zwota) filmverleimte, formgepresste Sperrholzböden- und Decken für Musikinstrumente entwickelt. Diese Produktion übernahm später der VEB "Musima" in Markneukirchen. Auf dem Gebiet der Lackforschung wurde die Werkstatt von Graubner "Testbetrieb". Es wurden die sogenannten "Scandia Lacke" entwickelt, die weniger gesundheitsschädlich waren.
Wer Günter Graubner nicht kennt; er hat Gitarren mit Namen: "Rex", "Solo" und "Echo" gefertigt.

Gruß Hannes


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BeitragVerfasst: Do 06. Mär 2008, 15:59 
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Experte

Registriert: Mi 20. Jun 2007, 11:00
Beiträge: 541
Wohnort: Lohmar Hausen
Hallo Hannes,

:clapping: das ist wirklich sehr Interessant! :clapping:

Danke und Gruß,

;-) STELOL ;-)

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STELOL
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BeitragVerfasst: Fr 07. Mär 2008, 8:59 
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Registriert: Di 16. Okt 2007, 13:05
Beiträge: 54
Danke! Das sind Informationen die mich sehr interessieren. Und wie sieht es mit der Verwendung von Kopierfräsen aus? Ich könnte mir vorstellen, dass in der Massenproduktion von Schlaggitarren schon relativ früh, möglicherweise schon in den 40ern damit gearbeitet wurde. Wer weiß etwas?

Danke an die Betreiber für das tolle Forum!

Martin


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BeitragVerfasst: Fr 06. Jun 2008, 5:56 
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Experte

Registriert: Mi 20. Jun 2007, 11:00
Beiträge: 541
Wohnort: Lohmar Hausen
Hallo Martin,

die größeren Betriebe hatten schon sehr früh Kopierfräsen. Das waren aber in der Regel selbstkonstruierte und selbstgebaute Maschienen. Das Prinzip der Kopierfräse ist ja Eigentlich sehr einfach!

James Watt, der Erfinder der Dampmaschiene hat schon 1800 an Kopierfräsen für Bildauer gearbeitet! 1904 erfand der Klingenthaler Ingenieur William Thau eine Kopierfräsmaschine zur mechanischen Herstellung von Geigen Böden und Decken.
Mitte der 20er wurden die ersten elektrischen Kopierfräsen für der Automobilbau eingesetzt. Besonders in der Rüstungsindustrie des 2.WK wurden Kopierfräsen überall eingesetzt. Nach 45 war der Einsatz von Kopierfräsen im Musikinstrumentenbau schon Standart.


Nette Grüße,
Stelol

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BeitragVerfasst: Sa 07. Jun 2008, 1:12 
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Registriert: Fr 01. Jun 2007, 9:15
Beiträge: 132
Stefan, Du hast mit Deinen Jahresangaben völlig Recht!!

Wir hatten in unsrere DDR-Firma als einziger Hersteller von "Sternchenzwirn" damals einen Automaten von 1924, der parallel 12 (fragt mich nicht nach der Teilung) Sternchen Zwirn wickelte.Alles rein mechanisch über Kurvenscheiben! Es mag weit hergeholt erscheinen,aber ob der Kopf oben Sternchenzwirn macht oder über Kurvenscheiben und von oben stehende Fräser parallel mehrere Formen fräst, ist egal. Es gab es sehr früh!!

Leider existiert auch davon nicht ein Foto.

Grüsse Norbert


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BeitragVerfasst: Di 10. Jun 2008, 8:14 
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Registriert: Di 16. Okt 2007, 13:05
Beiträge: 54
Danke für die Informationen, ich hatte das vermutet, aber die Hersteller halten sich auch heute noch sehr bedeckt was die automatisierung in der Fertigung hochpreisiger Instrumente anlangt, es ginge wohl zuviel vom Mythos des mit Geheimwissen ausgestatteten Kunstschnitzers, der nach jeder Spanabnahme klopft, horcht, riecht usw., verloren. Ich behaupte als (Instrumentenbau)Laie ganz frech:

Bei Instrumenten die auf hohem technischem Niveau gefertigt werden, ist es reine Glücksache, ob eines "nur" gut, besser oder einmalig ist. Letzlich kann bei einer Kombination von Naturmaterialien nie genau vorhergesagt werden wie die physikalischen Eigenschaften des fertigen Instruments sind.

Wäre schön die Meinung von Fachleuten zu diesem Thema zu hören.

Martin


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