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Forum des Musikinstrumentenmuseums Markneukirchen
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BeitragVerfasst: Di 10. Jun 2008, 7:08 
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:v: :v: Hallo liebe Freunde des vogtländischenGitarrenbaus! :v: :v:

Jetzt wird es etwas kompliziert! Ich habe eine Gitarre MAJESTIC ARISTOCRAT (Baujahr ende 30er Jahre) aufgekauft und suche Info´s ob dieses schöne Instrument vielleicht im Vogtland gebaut oder vertrieben wurde.

Wie ich auf diese Idee komme?

Ich habe gelesen, das MAJESTIC ein Amerikanischer Hersteller war der Hauptsächlich Banjos gebaut hat. Der amerikanische Musiker Michael Danzi hat von 1924-1939 in Deutschland gelebt und auch eine Aristocrat 1938 gespielt. Es gibt das Gerücht das diese Gitarren in Deutschland gebaut wurden deshalb war diese Gitarre für mich auch so Interessant.

Es gibt einen deutschen Katalog mit der Majestic und es gab in Markneukirchen einen Eugen Schuster und der stellte von 1937 bis ca. 1950 in Markneukirchen Saxophone der Marke MAJESTIC ARISTOCRAT her.

Schaut Euch mal meine Fotomontage von dem Saxophon und den 3 Elementen der Gitarre an! Das kann doch kaum ein Zufall sein. Nicht nur die Namen auch das ganze Styling mit dem Triangel Enbleme in dem MAJESTIC steht!

Weis einer mehr?

Nette Grüße,

STELOL


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BeitragVerfasst: Di 10. Jun 2008, 7:51 
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Hallo Stefan, die Gitarre habe ich auch beobachtet, aber nicht geboten wegen der erforderlichen Reparaturen, da hab ich schon genug Baustellen. Ich finde, ein tolles Instrument, egal woher. Aber es spricht m.E. alles für einen deutschen Hersteller: zusätzl. Schallloch, geschraubter Hals, Zelluloid Plakette. Von der Gesamtoptik ein toller S 400 Nachbau. Wenn Du sie in der Hand hast gib doch mal die Abmessungen durch.

Martin


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BeitragVerfasst: Di 10. Jun 2008, 9:26 
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.......mache ich!

Denkst Du bitte dran mir noch Fotos Deiner riesen OSBAMA zu machen und per Mail zu senden! Bin wirklich sehr Interesiert dran und mein OSBAMA Artikel für meine Seite ist auch schon fertig. Da fehlt nur noch das Bild der BIG OSBAMA!

Nette Grüße,

STELOL

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BeitragVerfasst: Di 10. Jun 2008, 14:40 
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Registriert: Mi 05. Mär 2008, 13:45
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Hallo Stefan
Die Majesic Aristocrat ist mir auch ins Auge gestochen, ein sehr schönes interessantes Instrument. Gratulation zum Kauf!
Vor mehr als 30 Jahren haben 2 Kollegen von mir diverse Archtop's aus New York (Gruhn) importiert.
Eine schöne Majestic war auch dabei, sie wurde zufällig und unrestauriert verkauft an Leute aus dem "Hänsche Weiss" Umfeld.
Eine Halseinlage war falsch platziert, darum erinnere ich mich an dieses Instrument. Gerade die Halseinlagen und
die Einlage auf der Kopfplatte erinnern an amerikanische Modelle? (Gibson)
Grüsse Markus


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BeitragVerfasst: Di 10. Jun 2008, 21:04 
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Mitglied des Museumsvereins

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Beiträge: 453
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Lieber Stefan,

zunächst erst einmal vielen Dank für die Einladung, mich auf die Gitarrenseite zu „verirren“. Eigentlich sind Sie mit Ihren Vermutungen zur Firma Eugen Schuster und deren Marke „MAJESTIC ARISTOCRAT“ auf dem richtigen Wege.

Die Firma stellt nach meiner Meinung – gewonnen aus dem mir vorliegenden Katalog und verglichen mit der heftigen Tendenz zur Blasorchesterausstattung der Zeit – unter den vogtländischen Händlern („Fortschickern“) dieser Zeit etwas Besonderes dar. Denn sie hatte zwar auch fast alles im Sortiment, bewegte sich aber doch vor allem im Bereich der Tanzmusik, was in den 1930er Jahren bestimmt nicht immer ganz einfach war? Inhaber der Firma war von 1922-1947 William Voit. Der Prokurist Ernst Hörl soll selbst ein guter Tanzmusiker gewesen sein. Mein Katalog hat übrigens einen orangefarbenen Einband, es gibt hier einige Referenzen und Fotos von Kunden aus der Tanzmusik, aus Rundfunkorchestern etc.

Eine eigene Herstellung gab es nach meinem Wissen nur bei den Holzblasinstrumenten, speziell beim Saxophon. Nachdem man ursprünglich Buescher-Saxophone vertrieben hatte, nahm man 1937 (?) eine eigene Herstellung auf, die dann 1951 vom VEB Sächsische Musikinstrumentenfabrik Klingenthal (später Werk II des VEB B&S) übernommen wurde.

Dieser Teil der Geschichte ist so einigermaßen geklärt. Fraglich bleibt, wer alle anderen Instrumente, z. B. auch verschiedene Gitarren, geliefert hat. Auch die Verwendung des für Markneukirchen eher untypischen Markennamens ist mir ein Rätsel. Vielleicht kann das ja noch einmal jemand aufklären.

Viele Grüße
E. Weller


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BeitragVerfasst: Mi 11. Jun 2008, 5:53 
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Beiträge: 541
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Hallo Herr Weller,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Was mich noch sehr interessieren würde ist, ob in Ihrem Katalog auch Gitarren oder Banjos abgebildet sind!

Wenn Ja! Besteht die Möglichkeit eine Kopie zu bekommen ( nur die Seiten mit den Zupfinstrumenten)? :good:

Ich bin befreundet mit einem sehr anerkannten Banjo Spezialisten. Er glaubt auch das die Banjo Instrumente eher in Deutschland gefertigt und dann im Außland, im besonderen in USA und England über einen ausländischen Vertieb verkauft worden sind. Das könnte auch den ausländischen Namen erklären. Sie wissen Ja auch wie ich, durch das Lesen der alten Kataloge,das diese damals schon vom Deutsch ins Englisch und manschmal auch Französisch übersetzt worden sind.

Es gab ja auch Firmen die damals schon Niederlassungen in den USA hatten wie zum Beispiel Metropolitan die in Schönbach produzierten und seit den 1920er Jahren eine Niederlassung in New York hatten. Metropolitan ist ja auch kein typisch Egerländischer Name!!!

Das änderte sich halt alles schlagartig mit Beginn des zweiten Weltkrieges.

Nette Grüße ins schöne Vogtland,

STELOL

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Zuletzt geändert von STELOL am Mi 11. Jun 2008, 6:25, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mi 11. Jun 2008, 6:19 
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Registriert: Mi 20. Jun 2007, 11:00
Beiträge: 541
Wohnort: Lohmar Hausen
Hallo Martin und Markus,

vielen Dank für die Antworten (und Martin danke für die Fotos)!

Ich hätte diese Gitarre niemals ersteigert wenn ich mir nicht ziemlich sicher gewesen wäre das es eine Gitarre aus deutscher Produktion ist. Das Gruhn eine solche Gitarre bessen hat bestärkt mich eher in der Annahme, das es eine amerikanische Verkaufszentrale gegeben hat und man deshalb unter solch einem Namen produziert hat. ARISTOCRAT ist natürlich auch sehr schön gewählt, da man dieses Wort für Adlige (bis auf das C / K ) in beiden Sprachen gleich benutzt und MAJESTIC kann man auch schön deutsch aussprechen wenn man möchte! Hoheitlicher Adliger klingt einfach nicht so schön wie MAJESTIC ARISTOCRAT! Diese Produktion ging ja wohl recht früh los und in den 20er Jahren war es "en vogue" englische oder französische Namen und Ausdrücke zu benutzen.

:v: :tease: :shout: :smile: :rofl: :tomato: :rose: :lol: :pardon: :yahoo: :drinks: :dirol: :gitarre: :gitarre2: :rocker:

Das Mittelschalloch und die Halsverbindung sind für mich aber ein signifikantes Zeichen das diese Gitarre aus dem Musikwinkel stammt denn so eine Bauweise kenne ich von amerikanischen Archtops nicht! Das man eine Super 400 als Grundtyp zu vermuten kann ist auch nicht verwunderlich. Die deutschen Gitarrenbauer der Vorkriegszeit haben sich beim Bau Ihrer Schlaggitarren oft an die damals schon berühmten Gibson Modelle der L Serie ( wie L 4 / L 5) orientiert! Das Inlay der Kopfplatte mit der 5 fach geteilten Raute ist natürlich eine eindeutige Hommage an die Super 400! Ebenso die Form des Saitenhalters mit der Y Verstrebung und die Griffbrett Inlays!

Nette Grüße,

STELOL

PS: Das mit der :clapping: Trennlinie wollte ich schon immer mal machen!!!!!!!!

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