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Julius Heinrich Zimmermann - St. Petersburg
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Autor:  Mario Weller [ Sa 05. Feb 2011, 23:42 ]
Betreff des Beitrags:  Julius Heinrich Zimmermann - St. Petersburg

Hier nun eine erste und sicher ein paar Fragen beantwortende Information zur Geschichte der Firma Zimmermann in Leipzig.

Hier nun mein geschichtlicher Abriss:

Julius Heinrich Zimmermann
-geboren am 22.09.1851 in Sternberg / Mecklenburg
-gestorben am 25.04.1922 in Berlin
-Gründung der eigenen Firma im Jahre 1875 in St. Petersburg
-als erstes Geschäftsfeld ist der Musikinstrumentenhandel genannt
-später ist er Holzblasinstrumentenmacher, Schlagzeugmacher und Streichinstrumentenmacher genannt, wobei er wohl selbst nie Instrumente anfertigte, sondern nur damit handelte
-1882 ist Zimmermann exklusiver Lieferant der russischen Armee
-im Jahre 1886 verlegt er seinen Stammsitz nach Leipzig / Deutschland (Querstraße 26 / 28)
-etwa um 1882 / 1885 eröffnet er in Moskau / Russland eine Filiale
-1897 eine Filiale in London, 1903/05 in Riga und 1919 in Berlin (Jägerstraße 25)
-seine Filiale in Markneukirchen / Sachsen (Klingenthaler Straße 858 und 880) eröffnet er um 1918/20
-als Marken verwendete er u.a. „Cantophon“ und „Fortuna“
-seine Firma nennt sich offiziell: „Jul. Heinrich Zimmermann G.m.bH. - Fabrik und Handel“
-nach seinem Tod sind im Jahre 1925 seine beiden Söhne August Zimmermann und Wilhelm Zimmermann aus Leipzig als Geschäftsführer verzeichnet
-in einer Werbung 1925 heißt es: „Hochwertige Streich- u. Zupfinstrumente in preiswerter Güte * Spezialität: Tropische Instrumente aller Art, Balalaikas und Domras * Messingblasinstrumente höchster Qualität Marke Zimmermann, Flöten, Klarinetten, Oboen, Fagotte, Angebot bereitwilligst.“

Soweit mein Stand von Mitte 2008. Mittlerweile habe ich neue Kenntnisse erworben, demnach Julius Heinrich Zimmermann zumindest in Leipzig eine eigene Werkstatt für Metallblasinstrumentenbau besessen bzw. begründet haben müsste. In einem alten Brief wurde erwähnt, dass ein ehemaliger Geselle der Firma Robert Piering in Adorf nun bei Zimmermann in Leipzig arbeite. Somit ein Beweis dafür, dass Zimmermann nicht nur Instrumente handelte, sondern auch selbst herstellte bzw. unter eigener Führung herstellen ließ.

Es existieren noch weitere Forschungen zu Zimmermann (u.a. Günter Dullat, 2010), jedoch auch mit unterschiedlichen Angaben zur Firmengründung, welche bei Dullat auf 1886 in St. Petersburg definiert.

Da die Firma bis wenigstens in die späten 1920er Jahre bestanden haben müsste, sollten von Ihrem Helikon auch noch weitere Exemplare erhalten geblieben sein. Anhand der Größe und dem internationalen Auftreten der Firma Julius Heinrich Zimmermann ist der eigentliche Hersteller des Instruments mit Sicherheit sehr schwierig zu bestimmen.


Mario Weller

Autor:  intune [ So 06. Feb 2011, 12:18 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Helikon Fa. Zimmermann - St. Petersburg

ich meine mich erinnern zu köpnnen , dass er von seinem vater nach russland geschickt wurde, damit er seine "flausen" verliert und dort im bankgeschäft als angestellter tätig war.

da seine " flausen" nicht die richtung bekamen die papa sich wünschte, hatte er dort seiner musikalischen neigung entsprochen und das handelshaus eröffnet.

m.w. belieferte er auch das zarenhaus und die ganzen grafen, fürsten, barone pp. mit orchestrien(musikspielautomaten) im großen umfang und verdiente damit entsprechend gut.

im rahmen der nach-revolution wurde er komplett enteigent.

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