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 Betreff des Beitrags: Vihuela Frage zu Erbauer
BeitragVerfasst: Mi 10. Jan 2018, 10:32 
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Registriert: Mi 10. Jan 2018, 10:14
Beiträge: 2
Hallo!

Durch ein Erbe, habe ich eine Vihuela ohne jegliche Kennzeichnung zu Erbauer und/oder Erbauungsort bzw. Zeit erhalten.
Herr Schossig (Lautenbauer), vermutet anhand von Bauweise und Kasten, dass dies Instrument von einem Gitarrenbauer aus Markneuenkirchen stammen könnte. Kann dazu jemand Auskunft geben?
Der vormalige Besitzer war mein Vater Norbert Dams.

Danke für die Hilfe!

P.S. Durch die Sonderbare Upload Funktion und Limitierung der Bildgrößen hier im Forum, ist die Vihuela ein wenig gestaucht abgebildet, da das Bildmaterial sonst nicht hätte hochgeladen werden können. Sie ist also nicht ganz so bauchig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vihuela Frage zu Erbauer
BeitragVerfasst: Mi 10. Jan 2018, 15:00 
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Registriert: Mi 25. Aug 2010, 9:49
Beiträge: 53
Wohnort: Trostberg Obb
Hallo, spontan fällt mir Dieter Hense ein, für den könnte auch sprechen, daß er ursprünglich soweit ich weiß von Markneukirchen ist. In einem alten Interview ist die Rede von einer Vihuela von Frank Ercolano, aber ohne Foto. Viel Erfolg weiter, LG hinnerk


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 Betreff des Beitrags: Re: Vihuela Frage zu Erbauer
BeitragVerfasst: Mi 10. Jan 2018, 16:07 
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Registriert: Fr 15. Nov 2013, 16:26
Beiträge: 110
Ganz sicher stammen der "Kasten" (nannte man damals gerne "Etui") und Vihuela NICHT vom selben Hersteller, dass wäre mehr als untypisch.

Dieter Hense ... wäre möglich, wobei ich noch kein Instrument von ihm gesehen habe welches nicht innen signiert gewesen wäre. Ist bei einer Vihuela aber eher schwierig zu sehen, da man durch die engen Löcher nur mit einem Endoskop nach innen kommt, spiegeln ist faktisch unmöglich.

Kannst Du bitte mal ein Foto vom Steg posten, ich denke das wäre hilfreich um das Instrument besser zuordnen zu können.

Derweilen schicke ich die vorhandenen Fotos mal an einen ehemaligen Schüler (heute Gitarrenbaumeister) und Freund von Dieter Hense, der dessen Handschrift sehr gut kennt und lesen kann. Dieter können wir leider nicht mehr selber dazu befragen, da er im Mai 2017 im hohen Alter von 85 Jahren verstorben ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vihuela Frage zu Erbauer
BeitragVerfasst: Fr 12. Jan 2018, 9:19 
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Registriert: Mi 10. Jan 2018, 10:14
Beiträge: 2
Danke für eure Rückmeldungen!
Der Name Dieter Hense, kommt in meinen Erinnerungen auf jeden Fall vor (eine signierte Hense habe ich auch noch) daher gab es da auf jeden Fall Kontakt. Ich werde versuchen irgendwie ins Schallloch hinein sehen zu können.

Anbei noch weitere Fotos.

Viele Grüße! Tabea


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 Betreff des Beitrags: Re: Vihuela Frage zu Erbauer
BeitragVerfasst: Fr 12. Jan 2018, 11:42 
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Registriert: Fr 15. Nov 2013, 16:26
Beiträge: 110
Prima, Danke ! Ist schon alles sehr fein im klassischen Tielke Stil verarbeitet, auch der Steg und die verwendeten multiplen Einlagen auf der Decke könnten für Dieter Hense sprechen. Ich warte noch auf die Rückmeldung seines jungen Padawans und Hüter seines Nachlasses. Weissgerber können wir als Erbauer denke ich ausschließen, dessen "Tielke Gitarren" bzw. "Vihuelas" sahen dann doch ganz anders aus.

Wenn Du Probleme beim reinschauen bekommst, melde Dich - Du kannst gerne mit Deinem Instrument vorbeikommen oder es einschicken und ich filme es Dir von innen komplett mit dem Endoskop ab.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vihuela Frage zu Erbauer
BeitragVerfasst: Fr 12. Jan 2018, 20:12 
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Registriert: Fr 15. Nov 2013, 16:26
Beiträge: 110
Habe gerade die erhoffte Antwort von besagtem Schüler von Dieter Hense bekommen: er stimmt zu das wenn es ein Instrument von Hense ist, es auch innen signiert sein muss. Im Nachlass von Dieter Hense findet sich ein Bauplan, der Deinem Instrument sehr ähnlich ist, dto. eine Schablone der Kopfplattenform sowie eine Vorlage für die Einlagen auf der Decke, die vom Muster her sehr ähnlich sind. Beim Steg scheiden sich die Geister, bei den noch vorhandenen Stegen findet sich nichts ähnliches, was aber sicher nicht überinterpretiert werden sollte - vielleicht war es der letzte oder es war ein Einzelstück, Dieter Hense war bekannt dafür das er historische Stege bis ins letzte Detail meisterhaft kopieren konnte.

Meiner Meinung nach steht und fällt nun alles mit der vorhandenen Signatur im Inneren, es spricht einiges dafür das es ein Instrument von Dieter Hense sein könnte.


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