Holzquerflöte A. Wunderlich

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sheplaysflute
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Holzquerflöte A. Wunderlich

Beitrag von sheplaysflute »

Moin, ich bin neu hier und falle glich mit der Tür ins Haus...

Ich habe diesen Sommer eine Querflöte geschenkt bekommen, welche wohl ein Dachbodenfund war.
Sie hat einen Holzkorpus, der Kopf ist aber aus Metall.
Auf dem Mittelstück steht: A. Wunderlich
Wernitzgrün
4572

Sie wurde vor kurzem generalüberholt und ist auch wieder spielbereit. Mein Flötenlehrer meinte, dass der Kopf nicht so gut ist, der Rest aber im Grunde tadellos sei.

Mich würde interessieren, was die Flöte wert sein könnte und ob jemand von Ihnen sich mit solchen Instrumenten auskennt und mir einen Tipp geben kann.

Lg :)

Dr. Enrico Weller
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Re: Holzquerflöte A. Wunderlich

Beitrag von Dr. Enrico Weller »

Guten Abend an die Küste,

ich nehme an, Sie haben eine Boehmflöte aus Grenadill mit Metallkopfstück, wie sie bis in den 1960er Jahre von hiesigen Firmen noch angeboten wurde.

Was ich hier sagen kann: Ihre Flöte ist aus der Werkstatt A. Wunderlich, die in Wernitzgrün von ca. 1906 bis 1961 im Rosenthal bestand. Inhaber waren Hermann Albert Wunderlich (1878–1939) und sein Sohn Johannes Wunderlich (1909–1977).

Leider haben wir zu den Seriennummern keine genauen Informationen, so dass eine Datierung des Instruments nur grob möglich ist. Bisher ist mir nur eine Flöte mit einer 2000er Sr.-Nr. bekanntgeworden. Also vermute ich, dass Ihr Instrument aus den letzten Jahren der Werkstatt stammen könnte. Dann könnte sie u. U. mit dem Zusatzstempel der Genossenschaften „Migma“ oder „Sinfonia“ versehen sein.

Aussagen über den Wert von Instrumenten werden in diesem Forum nicht gegeben. Wir helfen – soweit wir können – mit historischen oder allgemeinen Informationen.

Viele Grüße
E. Weller

sheplaysflute
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Re: Holzquerflöte A. Wunderlich

Beitrag von sheplaysflute »

Guten Abend, richtig, es handelt sich um Grenadil mit Metallkopf.

Eine weitere Prägung hat das Instrument nicht, auch der Kopf ist „blanko“.

Haben Sie vielleicht einen Tipp, ob es jemanden aus Deutschland gibt, der sich mit solch einer Flöte gut auskennt und mir da fachspezifisch weiterhelfen könnte?

Danke in jedem Fall schon mal für die Infos zum möglichen geschichtlichen Hintergrund des Instruments. :)

LG Anna

Dr. Enrico Weller
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Re: Holzquerflöte A. Wunderlich

Beitrag von Dr. Enrico Weller »

Hallo Anna,

wenn es Ihnen weniger um den Hersteller, sondern allgemein um die Einschätzung des Flötentyps geht, dann sollten Sie mit einem Instrumentenbauer oder einem Flötisten bzw. Flötenlehrer sprechen.
Der Instrumentenmacher, der die Flöte zur Generalüberholung in den Händen hatte, hat sich doch bestimmt schon geäußert.

Viele Grüße
E. Weller

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