Vogtländisches Merkmal! Der geschraubte Hals!

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STELOL
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Vogtländisches Merkmal! Der geschraubte Hals!

Beitrag von STELOL »

Liebe Freunde des vogtländischen Gitarrenbaus,

Ich habe mir schön länger Gedanken darüber gemacht, warum die meisten der alten deutschen Schlaggitarren aus dem Vogtland eine Halsverschraubung haben. Ich weis natürlich, dass es auch Ausnahmen wie z. Bsp. OTWIN gibt aber ich würde schon behaupten, das 90% aller Vogtland Schlaggitarren solch eine Verbindung aufweisen.

Wo kommt die her? Hat das historische Gründe?

Gitarren die im Egerland gebaut wurden und später, durch die vertriebenen Instrumentenbauer, in west Deutschland im fränkischen Raum gebaut worden sind haben ganz andere verleimte Halsverbindungen und auch schmalere Halsfüße. Ich weis, auch da gibt es Ausnahmen!

Ist das eine historische Tradition aus dem Lautenbau, Sisternbau, Zupfinstrumentenbau des Vogtlandes?

Viele Geigenbauer haben ja auch Schlaggitarren gebaut und sollten eigentlich von verleimten Hälsen überzeugt sein aber auch diese haben meist geschraubte Hälse verbaut. Die Hälse wurden natürlich auch oft fertig geliefert aber ist das wirklich ein Grund?

Ich dachte schon einmal das es an der Servicefreundlichkeit der versteckten „Rellog“ Tonabnehmer liegt aber das kann nicht sein, da diese Verschraubung schon viel früher gemacht wurde und es genau anders herum war. Erst durch die angeschraubten Hälse kam Herr Goller sicherlich auf die Idee der „versteckten Tonabnehmer“.


Hier sind die Historiker gefordert!

Gibt es eine vogtländische Tradition der „verschraubten Hälse“ die dann auf den vogtländischen Schlaggitarrenbau übertragen wurde?

In einem anderen Beitrag von mir seht Ihr eine alte Bassgitarre/ Kontragitarre die auch einen verschraubten Hals hat. Das hat mich im Endeffekt darauf gebracht diese Frage in den Raum zu stellen.

Nette Grüße, :v:

STELOL
:pleasantry:
STELOL
STEfan LOb aus Lohmar
Ein Versuch die alten vogtländischen
Bezeichnungen wieder aufleben zu lassen!!!!!!

Im Netz unter http://www.schlaggitarren.de

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