MUSIMA-Manufaktur

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badenbaer
Beiträge: 17
Registriert: Di 28. Nov 2006, 19:13

MUSIMA-Manufaktur

Beitrag von badenbaer »

Hallo,

da ich mittleweile mehrere Musikinstrumente aus der Fa. MUSIMA besitze, würde ich gerne mehr über die MUSIMA-Manufaktur, ihre Fertigungsprozesse und ihre Fertigungsräumlichkeiten erfahren.

Mein Wunsch wäre ein reger Erfahrungsaustausch zu diesem Thema.

Auch Bilddokumente aus der Fertigungsstätte und der Verbleib der (z.T. eigenentwickelten?) Maschinen würden mich sehr interessieren.

Freundliche Grüße,

Roland Anzböck

Johannes Meinel
Museumsmitarbeiter
Beiträge: 170
Registriert: Do 22. Dez 2005, 14:06
Wohnort: Erlbach

Beitrag von Johannes Meinel »

Hallo,

nachfolgend einige Angaben zur MUSIMA aus dem II. Band "Vogtländischer Geigenbau" von Dr. Bernhard Zoebisch.
Gegründet 1952 mit 20 Mitarbeiter als Treuhandbetrieb. Ab 1953 volkseigener Betrieb (VEB). Das Unternehmen wurde bis 1967 zum Leitbetrieb für die Erzeugnisgruppe Streich- und Zupfinstrumente des sozialistischen Sektors der Musikindustrie. Neben der Serienproduktion wurden in kleinen Werkstätten (Meisterbereiche) auch Instrumente für anspruchsvolle Musiker gefertigt. Diese Werkstätten konnten z.T. auf langjährige Traditionen verweisen und waren früher selbständig. Auch die PGH bzw. VEB Sinfonia in Markneukirchen wurden 1984 der MUSIMA angegliedert. Nach 1989 Umwandlung in "Musikinstrumentenbau GmbH". Ab 1992 verkauf an Helmut Stumpf und Fritz Kropp aus den alten Bundesländern. Der neue Firmenname lautete: "MUSIMA Musikinstrumenten Manufaktur GmbH". Die Zahl der Beschäftigten sank von 1989 bis 1992 (von einstmals 1200 auf 300 Mitarbeiter). Bei der Gesamtvollstreckung am 1.5.1997 gehörten noch 80 Beschäftigte dem Betrieb an. 1998 übernahm der Cottbusser Bodo Bärwinkel das ehemalige Hauptwerk , der nach einigen Jahren ebenfalls Konkurs anmeldete. Heute steht das Werk leer.
Nun hoffe ich auf einen regen Erfahrungsaustausch. Vielleicht wissen ehemalige Mitarbeiter mehr.

Hannes

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