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In den Akten geblättert ...

Das etwas andere Museumsexponat

Die am weitest gereiste Ansichtskarte der Welt wird im Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen aufbewahrt.

Sigmund Jähn
Es ist eine sechsteilige schwarz-weiß Karte vom Foto-Verlag Erlbach mit Museumsgebäude, Riesenpianoakkordeon, Schweizer Hausorgel, Geigenvitrinen, Riesentuba – getragen von Hanna Jordan und Hanns Pulz - und Miniaturgeigen.

Bei einem Besuch seiner Mutter im Pflegeheim im Kirchsteig hatte Sigmund Jähn diese Karte im Museum gekauft und im August 1978 mit ins Weltall genommen. Er eröffnete bei seinem Flug die „Weltraum-Post“ und stempelte die Karte mit 5 verschiedenen Stempeln in Baikonur und auf der Station Saljut 6 ab. Das Problem der Schwerelosigkeit ist an den verschwommenen Stempeln deutlich zu sehen. Alle vier Kosmonauten haben die Karte unterschrieben.

Sigmund Jähn

Am 27. September 1978 wurde sie durch Harry Fugmann, dem damaligen 1. Sekretär der SED-Kreisleitung, an Museumsdirektor Ernst Gewinner übergeben. Er ließ einige Kopien der Karte anfertigen, das Original wurde im Tresor des Museums aufbewahrt. Es ist bekannt, dass Sigmund Jähn öfter in Markneukirchen war, um seine Mutter zu besuchen. Bei dieser Gelegenheit war er hin und wieder Gast im Museum. Aber auch später gehörte ein Museumsbesuch immer wieder zum Pflichtprogramm, besonders dann, wenn er Gästen seine Heimat zeigte. So auch im August 1989 als er mit Ulf Merbold die Ausstellung besichtigte und sich im Gästebuch für die interessante Führung bedankt. Die beiden Vogtländer haben sich von Anfang an gut verstanden. So schreibt Jähn: „ Es war mir auch eine Freude, meinem Berufskollegen aus der Bundesrepublik, Dr. Ulf Merbold, einem Freund des Vogtlandes, unser Museum zu zeigen ...“

Das Original der Karte wird auch heute noch im Tresor aufbewahrt, aber eine Kopie ist in der Ausstellung zu sehen und auch das Raumfahrtmuseum Morgenröthe-Rautenkranz erhielt ein Exemplar.

   

 

 

 

 











 
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