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Hofkonzert

18.06.2003
150 JAHRE STADTORCHESTER MARKNEUKIRCHEN
Musik mit Feuerzauber
MARKNEUKIRCHEN - 150 Jahre Stadtorchester Markneukirchen - am 22. und 28. Juni wird weiter gefeiert! Die Musik im Poetenwald ist zu einer schönen Tradition geworden, doch im Jubiläumsjahr gibt es wieder etwas Neues. Erstmals findet die Veranstaltung am Sonntag mit dem gesamten großen Blasorchester statt. Unter Leitung von Dr. Enrico Weller erklingen am 22. Juni ab 15 Uhr beliebte und bekannte Melodien, welche die herrliche Atmosphäre auf dem Gelände am Rektor- Brünnl unterstreichen. Zur traditionellen Blasmusik laden die Musikanten alle Bürger der Musikstadt und seiner umliegenden Gemeinden sowie alle Gäste aus nah und fern herzlich ein. Wie jedes Jahr wird für die gastronomische Versorgung bestens gesorgt sein, denn neben Kaffee und selbstgebackenen Kuchen gibt's auch Herzhaftes - vielleicht mit einem kühlen Bierchen? Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass das Wetter dem Orchester keinen Strich durch die Rechnung macht.
Schönes Wetter brauchen auch die Sinfoniker eine Woche später im Musikinstrumenten-Museum. Die ,,Soiree im Museumshof'' beginnt am 28. Juni erst 21 Uhr. Zu dieser Veranstaltung hat sich das Sinfonieorchester unter Leitung von Stadtmusikdirektor Wolfgang Wolfert gute Freunde eingeladen. Gemeinsam mit dem Männerchor aus Tirschenreuth wollen sie ,,alte Klassiker'' erklingen lassen. Dabei wird es einen bunten Strauß weltbekannter Melodien geben. So arrangierte Wolfgang Wolfert speziell für diese Konzertnacht Theo Fischers ,,Das Lieben bringt groß Freud'' oder passend zur Abendstimmung erklingt ,,Eine kleine Nachtmusik'' von Wolfgang Amadeus Mozart. Das weitere Programm mit Ausschnitten aus der ,,Zauberflöte'', ,,Zar und Zimmermann'', dem ,,Freischütz'' oder dem Walzer ,,An der schönen blauen Donau'' liest sich wie eine Hitparade der Klassik. Außerdem verleihen die Musiker dem Museumshof mit einer faszinierenden Illumination noch ein ganz besonderes Ambiente, doch erst ein ,,Feuerzauber'' wird den Höhepunkt des Abends bilden. Passend zu diesem Anlass gibt es Gutes aus Küche und Keller.
Nun bleibt nur noch eines zu hoffen: schönes Wetter. Sollte Petrus kein Einsehen mit den Musikanten haben, findet die Veranstaltung in der Musikhalle statt, wenn dann auch das besondere Flair des Paulus-Schlösschens fehlen wird. Text: S.ATZE

01.07.2003
SOIREE IN MARKNEUKIRCHEN
Vom Licht bis zur Musik - alles hat super gepasst

MARKNEUKIRCHEN - Es hat einfach alles gepasst an diesem Samstagabend im Hof des Musikinstrumentenmuseums in Markneukirchen. Anläßlich seines 150-jährigen Jubiläums hatte das Stadtorchester Markneukirchen zu einem weiteren Höhepunkt - einer sommernächtlichen Soiree mit dem Sinfonieorchester Markneukirchen und dem Männergesangverein 1886 Tirschenreuth - eingeladen.
Mit großem Engagement hatten die Organisatoren in der Stabführung der beiden Vereinsvorsitzenden Steffen Paulus und Frank Rubner dieses einmalige musikalische Ereignis vorbereitet. Die Beleuchtung im Hof des Paulus- Schlössel gab dem Außergewöhnlichen des Abends das entsprechende Flair. ,,Sinnesfreud' und Gaumenfreud''' sollten die Gäste haben, so versprach es Reinhard Gallitzdörfer, der charmant unterhaltende Moderator des Abends aus Tirschenreuth, als er den Zuhörern den hier eher unbekannten Begriff ,,Soiree'' erklärte. Auch für die Gaumenfreuden war alles mit dem bewährten Team um Mario Kautzsch und den vom Festwochenende und Poetenwaldkonzert eingespielten Kellnerinnen des Vereins bestens vorbereitet. Petrus machte ebenfalls mit, gab dem Ganzen mit einer angenehmen lauen Sommernacht die Vollendung und sorgte damit gleichzeitig für das Plumpsen einiger Steine bei den Verantwortlichen.
Nachdem auch die Museumsleiterin gutes Gelingen gewünscht hatte, konnte der musikalische Marathon des Abends beginnen. Zunächst erklang eine Volksliedfolge, deren Orchesterpart von Wolfgang Wolfert arrangiert wurde und an diesem Abend sozusagen Uraufführung hatte. Alle Lieder des Abends wurden in bewährter Weise unter der Stabführung von Karl Eibl, dem Chorleiter des Männergesangvereines, dargeboten, während Stadtmusikdirektor Wolfgang Wolfert bei den Orchesterwerken am Dirigentenpult stand. Beide hatten ein Programm zusammengestellt, das eine vom Mischung bekannter Stücke aus Oper, Unterhaltungs- und Konzertmusik enthielt, alles Ohrwürmer und musikalische Schmankerln, die ab und an zur Überraschung der zahlreichen Zuhörer einen ,,Feuerzauber'' erhielten. Zuerst stand der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart im Mittelpunkt. Nach dem 1. Satz aus der ,,Kleinen Nachtmusik'' war Karl Eibl als Solist der Sarastro-Arie aus der Oper ,,Die Zauberflöte'' zu erleben. Mit ,,O Isis'' aus der gleichen Oper schloss sich der Chor in geheimnisvoller Stimmung an.
Die Freundschaft der beiden Vereine begann bereits 1995
Der Moderator berichtete zunächst von der Entwicklung der Freundschaft beider Vereine, die im Jahre 1995 durch eine Vermittlung von Kantor Christfried Eger zu Wolfgang Wolfert ihren Anfang nahm und mit einem Auftritt des Sinfonieorchesters Markneukirchen am 3. Oktober 1996 anläßlich des 110-jährigen Gründungsjubiläums des Männergesangvereins 1886 in Tirschenreuth ,,eindrucksvoll das Fallen der Mauer demonstrierte'' und seitdem mit gegenseitigen und gemeinsamen Auftritten weiter wachsen ließ.
Stücke aus drei Opern waren nun zu hören: Lortzings Holzschuhtanz aus ,,Zar und Zimmermann'', der Jägerchor aus dem ,,Freischütz'' sowie das Intermezzo sinfonico aus ,,Carvalleria Rusticana'' von dem damals erst 26-jährigen Komponisten Pietro Mascagni.
Bevor mit bekannten Strauß- Melodien, nämlich der gesungenen Urform des Donauwalzers, dem Intermezzo aus 1001 Nacht sowie der Sängerlustpolka, der nächste Programmteil begann, wurden - in diesem Jahr bereits zum wiederholten Male - neun weitere Mitglieder in den Verein des Stadtorchesters aufgenommen. Dazu gehören Claudia Bartel als aktives Mitglied sowie acht Freunde des Orchesters als Fördermitglieder. Außerdem überreichten die Gäste aus Tirschenreuth Geburtstagsgeschenke - je einen Bierkrug an die beiden Vereinsvorsitzenden und an Wolfgang Wolfert. Weitere bekannte und beliebte Stücke folgten nach der einzigen Pause im dreistündigen Konzertprogramm, so zum Beispiel das Chiantilied und der Walzer ,,Gold und Silber'' von Franz Lehar, außerdem der im Tölzer Dialekt geschriebene Tölzer Schützenmarsch, von dem Gallitzdörfer sehr zur Freude der Zuhörer einige Kostproben zum Besten gab.
Mit drei Abschiedsliedern, als Gesangssolisten waren dabei wiederum Karl Eibl sowie der Tenor Joseph Hamann zu hören, machten die Sänger aus Tirschenreuth auf das Ende und zugleich auf den mitternächtlichen Höhepunkt aufmerksam. Zunächst aber erklang a capella das Feierabendlied als Zugabe. War der wunderschöne Konzertabend im verzaubernden Ambiente des Paulus-Schlössel schon bis dahin einzigartig, so setzte ein gewaltiges Feuerwerk zum Grave aus der Feuerwerksmusik dem Ganzen die Krone auf. Ein unvergessliches Erlebnis war dieser Abend sowohl für das Publikum als auch für die Mitwirkenden, Spaß gemacht hat's allen.

Text: GABI NICKEL

   

 

 

 

 











 
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