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Die größten Musikinstrumente der Welt


Der Weltmusik-Garten – ein bedeutendes Ergebnis des Ziel 3-Projektes:

ERINNERN UND BEWAHREN FÜR DIE ZUKUNFT –
der sächsisch-böhmische Musikwinkel - weltweit einmalig in Vielfalt und Größe im Musikinstrumentenbau

2014 entstand unser Weltmusik-Garten.
Kleine und große Besucher haben nun von April bis Oktober die Möglichkeit, eine musikalische Reise um die Welt zu unternehmen, denn vom Akkordeon-Haus (Europa) bis zum Tipi (Amerika) und zur Afrika-Lehmhütte, wie auch zum Asien-Pavillon sind es jeweils nur wenige Schritte. Im Inneren der Hütten und im Außenbereich finden sich allerlei Instrumente und Klanggeräte, die zum Erforschen und Ausprobieren einladen. Auch die Bremer Stadtmusikanten sind in unserem Weltmusik-Garten anzutreffen und werden besonders gerne von den ganz kleinen Besuchern zum Klettern und Ausruhen in Anspruch genommen. Sie wurden von Kerstin Vincent beim Holzbildhauersymposium "Flur 2014"
im Riedelhof Eubabrunn angefertigt und mit dem 1. Preis ausgezeichnet.
Das Akkordeon-Haus gibt Aufschluss über die Funktionsweise des Akkordeons und zeigt die Details einer Gitarrendecke in Übergröße. Auch originale Orgelpfeifen, die aus der Bobenneukirchener Kirche stammen, können zum Klingen gebracht werden.
Direkt gegenüber im indianischen Tipi warten 3 Djemben und eine Slide-Gitarre darauf, von den Besuchern ausprobiert zu werden.
Auf dem weiteren Weg nach Afrika kommt man zum Summstein des Bildhauers Reinhard Pontius. Mutige können ihren Kopf hineinstecken und erfahren, wie gesummte Töne fühlbar werden. In der afrikanischen Lehmhütte angelangt, warten eine Marimba, die Kalimbawand (Hannes Heyne) sowie einige Rasseln darauf, klingen zu dürfen. Auch einer Erdzither kann man Töne entlocken.
Auf der Melodietreppe, die Hannes Heyne und Ralph Schieferdecker aus Dresden für uns entwickelt und umgesetzt haben, lassen sich Melodien „ersteigen“.
Die Kreuzklangwippe lädt ein, allein oder gemeinsam mit Geräuschen zu experimentieren.
Vor dem asiatischen Pavillon wartet die Wasserspringschale auf neugierige Besucher. Wer schafft es, das Wasser zum Springen zu bringen? Ruhigere Klänge gibt es im Inneren. Auf der Resonanzwiege (Jochen Faßbender) lässt es sich wunderbar entspannen, die Schwingungen der Töne werden am ganzen Körper spürbar. Der Zusammenhang von Saitenlänge und Tonhöhe kann am Monochord erklärt und hörbar werden.
Sogar Gespräche quer durch den Garten sind, dank eines Konferenzrohres mit zwei großen Ohren, ganz ohne Geschrei möglich.

Der Weltmusik-Garten ist eine interessante Bereicherung unserer über 1.600 ausgestellten Musikinstrumente. Mit Hilfe von Fördermitteln, die dem Museum über das EU-Projekt Ziel 3 in Zusammenarbeit mit der Geigenbauschule Cheb zur Verfügung gestellt wurden, konnten die landschaftsgärtnerischen Arbeiten, die mit einer umfangreichen Bautätigkeit verbunden waren, bezahlt werden. Sehr bald zeigte sich, dass die Idee mit den Hütten und dem Pavillon zwar sehr schön, aber deren Umsetzung nicht bezahlbar war. Mit Günther Diehr fanden wir nicht nur einen pfiffigen Zimmermann, sondern gleichzeitig einen rüstigen Rentner, der mit stets guter Laune und viel Geschick ein großartiges Akkordeon-Haus, den Asien-Pavillion und eine Afrikahütte aus Lehm zauberte. Dafür bekam er 2014 den Ehrenamtspreis der Stadt Markneukirchen und zeitlebens kostenfreien Eintritt ins Museum.
Über 6.000 Euro wurden in Form von ehrenamtlicher Arbeit erwirtschaftet, 10.000 Euro Spendengelder flossen für die Klanggeräte, wobei die Ostdeutsche Sparkassenstiftung, das Steuerbüro Jacob aus Markneukirchen, und die GEWA music als Hauptsponsoren zu nennen sind. Im gleichen Atemzug müssen wir auch die Berufsfachschule Klingenthal und Peter Schlosser, Klavierbaumeister, erwähnen, die die Hauptarbeit am Monochord geleistet haben. Ganz besonders danken wir Gerd Buchheister aus Klingenthal für die Slide-Gitarre, die Erdzither und die Orgel. Die Rasseln sind ein Geschenk unserer tschechischen Geigenbauschüler.

Den Wunsch nach einem Klanggarten hatten wir zwar, aber eine Vorstellung, wie er aussehen könnte, eigentlich nicht. Die Landschaftsarchitektin Karin Gottsmann von "ingruen Plauen" hat ihre und unsere Ideen zu Papier gebracht und die Umsetzung organisiert und überwacht.
Im Laufe eines turbulenten halben Jahres ist – auch mit Unterstützung unserer damaligen Bundesfreiwilligen Thomas Hendel und Roberto Stöcker – ein Weltmusik-Garten entstanden, der unseren Besuchern viel Freude macht.

Mit Beendigung des Ziel 3-Projektes war der Bau allerdings noch nicht vollendet. War es schon ein Glücksumstand, dass unsere tschechischen Partner noch so viel Geld "übrig" hatten, dass wir einen ordentlichen Treppenzugang bauen konnten, so konnte die Stützmauer 2015 mit Mitteln des Kulturraumes Vogtland - Zwickau fertiggestellt werden.

Am 28. Mai und am 29. Juni 2016 werden wir mit Konzerten (s. Veranstaltungsplan) unseren neuen Museumshof musikalisch testen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Sally Suplie
Heidrun Eichler
Markneukirchen, 03.03.2106

 
 
   

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